07. February 2008

KGNW-Maßnahmen zur Qualitätssicherung

Bochum, 7. Februar 2008 - Im Rahmen des 2. Krankenhaus-Qualitätstags NRW ist heute der KGNW-Preis für die besten Projekte im Qualitätsmanagement von Krankenhäusern in NRW verliehen worden.

Im Rahmen des 2. Krankenhaus-Qualitätstags NRW ist heute in Bochum der von der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) mit insgesamt 7000 Euro dotierte Preis für die besten Projekte im Qualitätsmanagement von Krankenhäusern in NRW verliehen worden.Den ersten Platz belegte das Universitätsklinikum Essen, gefolgt vom Maria-Josef Hospital Greven und dem drittplatzierten St. Marien-Krankenhaus in Ahaus. Außerdem wurde ein Sonderpreis an das Evangelische Krankenhaus BETHESDA in Duisburg vergeben.

Eine von der KGNW berufene Experten-Jury bewertete die Qualitätsmanagement-Projekte der teilnehmenden nordrhein-westfälischen Krankenhäusern, die in vorbildlicher Weise berufsgruppen- und abteilungsübergreifende Projekte mit einem hohen Patientennutzen umgesetzt haben. Die Hauptkriterien der Preisvergabe waren dabei eine systematische und transparente Darstellung des Qualitätsmanagement-Projekts im strukturierten Qualitätsbericht des Krankenhauses und der Nachweis, dass das Projekt zur Erhöhung des Patientennutzens und der Behandlungsqualität geführt hat.

Nach eingehender Prüfung sprach die Experten-Jury dem Universitätsklinikum Essen stellvertretend für die beteiligten Projektpartner Kliniken Essen Süd, Katholische Kliniken Essen-Nord-West und UK Essen für das Qualitätsmanagement-Projekt "Universitäres Brustzentrum" den Qualitätspreis der KGNW und dem Maria-Josef Hospital Greven für das Projekt „Optimierung der Prozesse Aufklärungsgespräche ambulanter Patienten durch Anästhesie, Chirurgie und Gynäkologie“ den zweiten Preis zu. Das St. Marien-Krankenhaus in Ahaus wurde für das Projekt „Patientenkoordination“ und das Evangelische Krankenhaus BETHESDA in Duisburg mit dem Sonderpreis für das Projekt „Kinderhimmel – ein würdevoller Umgang mit tot- und fehlgeborenen Kindern“ ausgezeichnet.

„Durch die Vorbildfunktion der Preisträger sollen andere Krankenhäuser Anregungen für eigene Qualitätsmanagement-Projekte erhalten und „von den Besten“ lernen“, erklärte der Jury-Vorsitzende und KGNW-Vizepräsident Karl Ferdinand von Thurn und Taxis und betonte, dass die KGNW mit der Preisverleihung und der Durchführung des 2. Krankenhaus-Qualitätstages NRW die Bedeutung des Qualitätsmanagements im Krankenhaus unterstreichen und in der aktuellen Diskussion um die Qualität von Krankenhausleistungen Akzente setzten will.

Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen unterstützt die Anstrengungen der Krankenhäuser bei der Weiterentwicklung der Qualitätssicherung im Krankenhaus nachhaltig. Neben dem in diesem Jahr verliehenen Preis für Projekte im Qualitätsmanagement hatte KGNW bereits auf ihrem ersten Qualitätstag als eine der ersten Institutionen im Gesundheitswesen Preise für die besten strukturierten Qualitätsberichte verliehen und einen Handlungsleitfaden für Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsmethoden im Krankenhaus veröffentlicht.

„Die Qualität im Gesundheitswesen ist für die Krankenhäuser vor dem Hintergrund des zunehmenden Wettbewerbs der Krankenhäuser untereinander und mit anderen Leistungserbringern das Megathema der Zukunft“, beschrieb Staatssekretär a. D. Richard Zimmer, Geschäftsführer der KGNW, die Gründe für das Engagement der Krankenhausgesellschaft und betonte, dass der Wettbewerb um die Patienten auch zukünftig als Wettbewerb um die beste Qualität und nicht als Preiswettbewerb ausgestaltet sein müsse. „Wir müssen darauf achten, dass die Patientensouveränität durch gesetzliche Regelungen nicht eingeschränkt wird und die Patienten ihr Krankenhaus auch in Zukunft frei wählen können“, erklärte der KGNW-Geschäftsführer.

Erstmals fand der diesjährige Qualitätstag der KGNW in Zusammenarbeit mit der Rheinischen Fachhochschule Köln statt. Neben aktuellen Vorträgen stand die aktive Mitarbeit der über 200 Teilnehmer in Workshops zu den Themen vernetztes Patientenmanagement, Leitlinien und Behandlungspfade, Führung, Motivation, Personalentwicklung und Qualitätsmanagement sowie Patientensicherheit und Risikomanagement im Mittelpunkt des 2. Qualitätstages NRW.