29. March 2011

Zusätzliche Patientensicherheit

St. Vincenz- und St.-Josefs-Krankenhaus führen Patientenidentifikationsarmbänder ein

In manchen Situationen - beispielsweise unter Narkose, während einer OP oder auch bei bestimmten Krankheitsbildern, wie Demenz - sind Patienten für die Mitarbeiter eines Krankenhauses nicht gut ansprechbar. Folglich können die Patienten in diesen Momenten nicht aktiv bestätigen, dass sie wirklich der richtige Patient sind. Auch Missverständnisse oder Hörfehler können zu Verwechslungen oder Fehlern führen. Daher ist es für die Mitarbeiter im Krankenhaus enorm wichtig, Patienten auch ohne deren Zutun zu jeder Zeit eindeutig identifizieren zu können.

Eine Möglichkeit, diesen Prozess noch sicherer zu gestalten, sind Patientenidentifikationsarmbänder, auf denen u.a. Name, Geburtsdatum und die sog. Fallnummer des Patienten aufgedruckt sind. Das Patientenarmband dient dazu, das Risiko von Verwechslungen und deren Folgen auszuschließen und die Identität des Patienten bei allen Behandlungsschritten eindeutig kontrollieren zu können. Durch einen einfachen Abgleich von Patientenarmband und Patientenakte ist dies für Ärzte und Pflegekräfte jederzeit möglich, z.B. vor einer Operationen, beim Verabreichen von Medikamenten, im Rahmen der Bluttransfusion oder bei der Verlegung eines Patienten auf eine andere Station.

Als erstes Krankenhaus in Paderborn bietet das St. Vincenz-Krankenhaus jedem stationären Patienten - vom Neugeborenen bis zum Erwachsenen - seit Mitte März diese zusätzliche Sicherheitsmaßnahme. Auch das St.-Josefs-Krankenhaus Salzkotten wird die Identifikationsarmbänder Mitte April 2011 einführen.

Um Verwechslungen auszuschließen legt ein Mitarbeiter des Krankenhauses das Armband schon während der Aufnahme am Handgelenk des Patienten an. Voraussetzung für eine absolut sichere Identifikation sind der direkte Kontakt und das aktive Einbeziehen des Patienten bzw. seiner Angehörigen. Beim Befestigen wird darauf geachtet, dass das Identifikationsband über dem Handgelenk zwar bequem sitzt und beweglich ist, aber dennoch nicht abgestreift werden kann. Die Armbänder sind sehr weich, ultraleicht, flexibel, komfortabel und auch für empfindliche Haut geeignet.

"Die Einführung der Patientenidentifikationsarmbänder ist ein weiterer wichtiger Baustein im Rahmen unseres krankenhausübergreifenden Risikomanagements.", freut sich Ulrike Jung, Ärztliche Qualitätsmanagerin und Risk Management-Beauftragte der beiden Krankenhäuser. "Uns und dem Patienten bieten sie ein großes zusätzliches Maß an Sicherheit.", ergänzen die Pflegedirektoren, Andreas Göke (St. Vin-cenz) und Markus Kamin (St.-Josefs Salzkotten).