30. Juni 2014

Klinikbeschäftigte froh über das neue Tagespflegeangebot

Familie und Beruf: „Schlosszwerge“ betreut Kinder unter drei Jahren

Wenn Mütter und Väter nach ihrer Elternzeit wieder zurück in den Beruf wollen, dann bieten ihnen bereits einige Arbeitgeber flexible Arbeitszeitmodelle an und machen damit einen stressfreien Wiedereinstieg in den erlernten Beruf möglich. Die LWL-Klinik Herten für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) erhielt für diese und andere arbeitnehmerfreundliche Lösungen das Zertifikat zum Audit berufundfamilie der berufundfamilie gGmbH, einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Nun wurde die Liste um ein weiteres Angebot erweitert: Mit der Großkindertagespflege „Schlosszwerge“ steht den Klinikbeschäftigten seit kurzem eine Betreuungseinrichtung zur Verfügung, in der ihr Nachwuchs unter drei Jahren individuell und qualifiziert versorgt wird.

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, unseren gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen“, begründet Heinz Augustin, Kaufmännischer Direktor der LWL-Klinik Herten, die Entscheidung der Klinik für die Gründung der „Schlosszwerge“. „Einerseits möchten Eltern gerne wieder arbeiten und auch nicht zu lange pausieren. Andererseits freuen wir uns, wenn wir auf unsere bewährten und qualifizierten Mitarbeiter nicht zu lange verzichten müssen.“ Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird für viele Menschen immer wichtiger: Auch die LWL-Klinik Herten weiß angesichts der demografischen Entwicklung mit immer älter werdenden Menschen und abnehmendem Nachwuchs um die Notwendigkeit nach Lösungen, qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu gewinnen bzw. zu halten.

Die Einrichtung der „Schlosszwerge“ war nach einer Umfrage ausdrücklicher Wunsch der Belegschaft gewesen. In Kooperation mit der Stadt Herten wurde das Projekt im vergangenen Jahr umgesetzt und konnte Ende letzten Jahres die ersten Kleinkinder aufnehmen. „Auf dem Gelände der LWL-Klinik Herten, quasi vor den Toren der Klinik befindet sich unser Haus“, beschreibt Paula-Andreea Kellner, zuständig für Personalentwicklung/-controlling und verantwortlich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, den Standort. „Die Einrichtung liegt also in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz, sie nimmt maximal neun Kinder auf, und die Betreuungszeiten sind flexibel. Damit garantieren wir eine familiennahe und verlässliche Betreuung.“ Vor Ort sorgen die beiden Tagesmütter Tanja Thamm und Yvonne Buchwald von Montag bis Freitag zwischen 7 Uhr und 17 Uhr für das Wohl und die Bedürfnisse der Kleinsten. Dazu gehören unter anderem eine gesunde Ernährung, der individuelle Umgang mit dem Kind, Spiele- und Erfahrungsangebote im Haus und in der Natur im nahen Schlosspark.

Die Re-Auditierung von „Beruf und Familie“ steht in diesem Jahr wieder an. „Auf unserer Maßnahmenliste für die nächsten drei Jahre hatten wir das neue Betreuungsangebot angekündigt“, so Heinz Augustin. „Wir freuen uns, dass wir unser Versprechen an die Mitarbeiter halten konnten.“

Bildzeile:
Freuen sich über das neue Betreuungsangebot „Schlosszwerge“ für den Nachwuchs der Klinikbeschäftigten (hintere Reihe v.l.n.r.): Bernd Kruse, Abteilungsleiter für Personal- und Rechtsangelegenheiten der LWL-Klinik Herten, Holger Andraszyk, Stadt Herten, Oberärztin Christine Möllering, Heinz Augustin, Kaufmännischer Direktor der LWL-Klinik Herten; vordere Reihe v.l.n.r.: Tagesmütter Yvonne Buchwald und Tanja Thamm, Christine Adam-Blume, Jugendamt Herten, Ulrike Bücker, Stadt Herten, und Paula-Andreea Kellner, Personalentwicklung und -controlling der LWL-Klinik Herten.