11. März 2026

DGD Lungenklinik Hemer informiert zum Weltschlaftag über die Bedeutung des gesunden Schlafs: „Mit gutem Schlaf lebt es sich besser“

© Anja Haak, DGD Lungenklinik Hemer Hemer. Am 13. März wird der Weltschlaftag 2026 („World Sleep Day“) begangen. Seit 2008 findet dieser Aktionstag jährlich am Freitag vor der Tagundnachtgleiche im März statt. Das diesjährige Motto lautet „sleep well, live better“ – „schlaf gut, lebe besser“. Auf die große Bedeutung eines gesunden Schlafs für die körperliche und geistige Gesundheit möchte auch die DGD Lungenklinik Hemer aufmerksam zu machen.

Seit über 25 Jahren beschäftigt sich das Team des Schlaflabors in Hemer mit der Diagnostik und Behandlung von unterschiedlichen schlafmedizinischen Erkrankungen. Hier werden moderne Untersuchungsverfahren eingesetzt, um Schlafstörungen gezielt zu erkennen und individuell zu behandeln. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, Menschen für die Bedeutung eines gesunden und erholsamen Schlafs zu sensibilisieren – nicht nur am Weltschlaftag“, betont der Ärztliche Direktor und langjähriger Leiter des schlafmedizinischen Zentrums Privatdozent Dr. Michael Westhoff.

Schlaf als Grundlage für Gesundheit

Erholsamer Schlaf ist eine wesentliche Voraussetzung für Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Während des Schlafs regeneriert sich der Körper, das Immunsystem wird gestärkt und wichtige Prozesse für Gedächtnis und Konzentration laufen ab.

Schlafstörungen können dagegen erhebliche Folgen haben. Sie erhöhen unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, beeinträchtigen die körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit und können psychische Belastungen verstärken. Zudem steigt die Unfallgefahr im Straßenverkehr deutlich, wenn Menschen übermüdet am Steuer sitzen.

Jeder dritte Europäer betroffen

Schlafstörungen sind weit verbreitet, werden jedoch häufig unterschätzt. Nach einer aktuellen europäischen Studie ist nahezu jeder dritte Europäer von Schlafproblemen betroffen. Auch volkswirtschaftlich hat dies große Auswirkungen: Für Deutschland werden die jährlichen Kosten durch die fünf häufigsten Schlafstörungen – obstruktive Schlafapnoe, chronische Schlaflosigkeit (Insomnie), Restless-Legs-Syndrom, Narkolepsie und Traumschlaf-Verhaltensstörung – auf rund 106 Milliarden Euro geschätzt. Den größten Anteil daran hat die obstruktive Schlafapnoe. In dieser Summe enthalten sind sowohl Kosten für Diagnostik und Behandlung als auch Ausfälle durch krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit.

Schlafstörungen frühzeitig erkennen

„Guter Schlaf ist keine Nebensache, sondern eine zentrale Voraussetzung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Viele Betroffene nehmen Schlafprobleme lange hin oder wissen nicht, dass es wirksame Behandlungsmöglichkeiten gibt“, erklärt PD Dr. Westhoff. „Gerade bei Erkrankungen wie der obstruktiven Schlafapnoe ist eine frühzeitige Diagnose wichtig, weil sie nicht nur den Schlaf verbessert, sondern auch das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich senken kann. Denn wer gut schläft, lebt besser – gesundheitlich, beruflich und im Alltag.“

Zum Foto: Das Team des Schlaflabors der DGD Lungenklinik Hemer setzt sich seit vielen Jahren für besseren Schlaf ein; v.l. Ines Arnold (Schlafmedizinisch-technische Leitung), Bettina Graf, PD Dr. med. Michael Westhoff (Ärztlicher Direktor), Frank Böhmer, Monica Staniek, Petra Wendt. (Foto: Anja Haak, DGD Lungenklinik Hemer)