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4.13 QS PM

DeQS-Verfahren Perinatalmedizin
(ehemals QSKH-Verfahren Geburtshilfe 16/1 und Neonatologie NEO)


Mit dem G-BA Beschluss vom 16.07.2020 wurden die themenspezifischen Bestimmungen zum DeQS-Verfahren 13 „Perinatalmedizin QS PM“ beschlossen. Das Verfahren entspricht den ehemaligen QSKH-Verfahren Geburtshilfe 16/1 und Neonatologie NEO. Gegenstand des Verfahrens ist die geburtshilfliche Versorgung von Mutter und Kind (Geburtshilfe) sowie die Früh- und Neugeborenenversorgung (Neonatologie). Das Verfahren soll insbesondere qualitätsrelevanten Aspekte, wie unerwünschte Ereignisse der mütterlichen und kindlichen Versorgung, schwerwiegende Erkrankungen bei Früh- und Neugeborenen, Prozesse in der geburtshilflichen/neonatologischen Abteilung sowie Aspekte des Behandlungsergebnisses messen, vergleichend darstellen und bewerten.

Im Modul 16/1 sind alle im Krankenhaus erfolgten Geburten dokumentationspflichtig. Die Erläuterungen zum Minimaldatensatz wurden wie folgt geändert: Die Anwendungsfälle „induzierte Schwangerschaftsabbrüche“ und „Aborte mit einem Fetalgewicht unter 500g“ werden an den aktuellen § 31 PStV (Personenstandsverordnung) angepasst. Hierzu wird in beiden Anwendungsfällen das Gestationsalter in der Beschreibung des jeweiligen Anwendungsfalls berücksichtigt. Da bei induzierten Schwangerschaftsabbrüchen und Aborten mit einem Fetalgewicht unter 500g und vor der 24. Schwangerschaftswoche nicht alle Datenfelder valide dokumentiert werden können, wird der Zusatz „Bei einem Notfallkaiserschnitt ist das Anlegen eines Minimaldatensatzes nicht zulässig, unabhängig davon, ob es sich dabei um einen Schwangerschaftsabbruch oder Abort handelt“ gestrichen.

Hinweis zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren: Dadurch ergeben sich gemäß neuer Definition einer Totgeburt bzw. Fehlgeburt ggf. mehr Totgeburten und weniger Minimaldatensätze (aufgrund weniger Fehlgeburten), d. h. es gibt grundsätzlich mehr Fälle in der Grundgesamtheit. Hierdurch können sich derzeit nicht-quantifizierbare Veränderungen hinsichtlich der Anzahl im Zähler und Nenner der Qualitätsindikatoren „E-E-Zeit bei Notfallkaiserschnitt über 20 Minuten“ und „Perioperative Antibiotikaprophylaxe bei Kaiserschnittentbindung“ ergeben.

Im Modul NEO sind alle Fälle von Neugeborenen, die innerhalb der ersten 7 Lebenstage stationär aufgenommen oder innerhalb eines definierten Zeitraums zuverlegt werden und bestimmte Kriterien erfüllen oder im Kreißsaal verstorben sind, dokumentationspflichtig. Die Erläuterungen zum Minimaldatensatz wurden wie folgt geändert: Der „Behandlungsgrund: Erkrankung der Mutter“ wurde dahingehend erweitert und geändert, dass für reifgeborene, gesunde Kinder mit einem Gestationsalter von mindestens 37 vollendeten Schwangerschaftswochen, die nicht aufgrund eigener Erkrankung länger als 72 Stunden stationär aufgenommen werden (z. B. aufgrund der Erkrankung der Mutter (Z76.2)), ein Minimaldatensatz angelegt werden soll.

Die Indikatoren im Erfassungsjahr 2021 sind unverändert geblieben, d.h. sie entsprechen den im Erfassungsjahr 2020 unter der QSKH-RL erhobenen Indikatoren.

Die dokumentationspflichtigen Datensätze einschließlich Überliegerfälle aus dem Jahr 2020 (in 2020 aufgenommene und in 2021 entlassene Patienten) des Verfahrens QS PM werden quartalsweise (erstmals zum 15. Mai 2021, 15. August 2021, 15. November 2021 und 28. Februar 2022) an die DAS-KH bei der KGNW () übermittelt. Abgabefrist für die Ganzjahresdaten sowie für die Sollstatistik zum Erfassungsjahr 2021 ist der 15.03.2022.

Weitere Informationen zum Verfahren QS PM finden sich auf der Website des IQTIG.