Datenannahmestelle Krankenhaus (DAS-KH)

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Weitere Informationen und Hintergründe zum einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherungsverfahren können Sie hier nachlesen:

1. Aktuelles
2. Allgemeine Informationen
3. Datenlieferfristen
4. DeQS-Verfahren
4.1 QS-Verfahren PCI
4.2 QS-Verfahren WI
4.2.1 Modul NWIF
4.2.2 Module NWIEA/NWIES
4.3 QS-Verfahren CHE
4.4 QS-Verfahren NET
4.5 QS-Verfahren TX
4.6 QS-Verfahren KCHK
4.7 QS-Verfahren KAROTIS
4.8 QS-Verfahren CAP
4.9 QS-Verfahren MC
4.10 QS-Verfahren GYN-OP
4.11 QS-Verfahren DEK
4.12 QS-Verfahren HSMDEF
4.13 QS-Verfahren PM
4.14 QS-Verfahren HGV
4.15 QS-Verfahren KEP
4.16 Patientenbefragungen
5. Sollstatistik
6. Ansprechpartner
7. Weitere Informationen


1. Aktuelles

DeQS-NRW-Portal

Zur Abwicklung der Anforderungen aus der DeQS-RL hat die KGNW das DeQS-NRW-Portal etabliert. Hierdurch werden viele Aufgaben automatisiert unterstützt (z.B. Anzeige der übermittelten Datensätze je Modul und Verfahrensjahr, Vorgangsnummernlisten, Sollzahlen und Dokumentationsrate, Download der Soll-Ist-Bescheinigungen und Rückmeldeberichte). Bei der KGNW wird jeweils ein/e zuständige/r QS-Hauptverantwortliche/r mit Zugriffsrechten für das DeQS-NRW-Portal geführt, der hausintern weitere Zugriffsrechte (z.B. an die jeweiligen verantwortlichen Ärztinnen und Ärzte) erteilen kann. Bitte achten Sie stets auf die Aktualität Ihrer Zugriffsrechte, da über das DeQS-NRW-Portal auch die Zuordnung der IQTIG-Rückmeldeberichte und in Kooperation mit dem LAG-Portal der Geschäftsstelle LAG DeQS NRW auch die Organisation des Stellungnahmeverfahrens erfolgt.

Hier gelangen Sie zum Login ins DeQS-NRW-Portal.

Rückfragen bezüglich der Anmeldung bzw. Berechtigtenverwaltung im DeQS-NRW-Portal richten Sie bitte an deqs.das-kh@kgnw.de.

Neue DeQS-Verfahren zum 01.01.2021

Zum Erfassungsjahr 2021 wurden die ehemals indirekten Verfahren der Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL) in die Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) überführt. Die Verfahren wurden als neue themenspezifische Bestimmungen der Verfahren 7 bis 15 in die DeQS-RL aufgenommen, wobei die QSKH-Verfahren Hüftendoprothesenversorgung und Hüftgelenknahe Femurfraktur mit osteosynthetischer Versorgung sowie Herzschrittmacherversorgung und Implantierbare Defibrillatoren jeweils zu einem QS-Verfahren zusammengeführt wurden.

Datenannahmestelle für Krankenhäuser ist die DAS-KH bei der KGNW
Die Datenannahmestelle Krankenhaus (DAS-KH) bei der KGNW nimmt die QS-Datensätze der Krankenhäuser für alle DeQS-Verfahren entgegen:

  1. QS PCI (Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie)
  2. QS WI (Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen)*
  3. QS CHE (Cholezystektomie)
  4. QS NET (Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen einschließlich Pankreastransplantationen)
  5. QS TX (Transplantationsmedizin)
  6. QS KCHK (Koronarchirurgie und Eingriffe an den Herzklappen)
  7. QS KAROTIS (Karotis-Revaskularisation)
  8. QS CAP (ambulant erworbene Pneumonie)
  9. QS MC (Mammachirurgie)
  10. QS GYN-OP (Gynäkologische Operationen)
  11. QS DEK (Dekubitusprophylaxe)
  12. QS HSMDEF (Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren)
  13. QS PM (Perinatalmedizin)
  14. QS HGV (Hüftgelenkversorgung)
  15. QS KEP (Knieendoprothesenversorgung)

Ab dem 01.01.2021 senden Sie dokumentationspflichtige Datensätze sämtlicher DeQS-Verfahren einschließlich Überliegerfälle aus dem Jahr 2020 (in 2020 aufgenommene und in 2021 entlassene Patienten) an xmldaten@bqs-institut.de.

Die Datensätze der neuen DeQS-Verfahren 7 bis 15 werden mit bekannter Software-Registriernummer und Transportverschlüsselung an den technischen Dienstleister der Datenannahmestelle Krankenhaus übermittelt (BQS-Institut).

Hinweis der BQS: Für die überführten Verfahren ist darauf zu achten, dass die Registriernummer immer genau für ein Softwareprodukt verwendet werden darf, das die Vorgangsnummern generiert. Andernfalls könnte es zu einer Kollision der Vorgangsnummern kommen und die Datensätze würden abgelehnt. Die in der DeQS-RL vorgesehene Leistungserbringerpseudonymisierung erfordert ein pro Verfahren unterschiedliches Leistungserbringerpseudonym. Die Datenpakete (zip.aes) müssen jeweils pro DeQS-Verfahren an die BQS per Mail übermittelt werden. Bitte wenden Sie sich bei Fragen der Software-Registrierung und des Datenexports direkt an die BQS (serviceline@bqs-institut.de).

*Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 17.12.2020 beschlossen, das DeQS-Verfahren 2 „Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen“ (QS WI) zum Erfassungsjahr 2021 auszusetzen. Dies betrifft sowohl die einrichtungsbezogene QS-Dokumentation (Einrichtungsbefragung 2020 - Module NWIEA und NWIES) und die fallbezogene QS-Dokumentation (Modul NWIF) als auch die Sozialdatenlieferung der Krankenkassen für das Jahr 2021.

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2. Allgemeine Informationen

Einbezogene Leistungen
Die Datenannahmestelle Krankenhaus (DAS-KH) ist für folgende Leistungen im Krankenhaus zuständig, die im Rahmen der Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) dokumentationspflichtig sind:

  • Stationäre Fälle (§ 301 SGB V, § 121 Abs. 5 SGB V, §§ 140a ff SGB V)
  • Vor- und nachstationäre Fälle (§ 115a SGB V)
  • Ambulante Fälle (§ 115b, § 116b, § 118, § 119 SGB V)

Zu beachten ist, dass je nach Verfahren entweder nur Gesetzlich-Versicherte oder auch Nicht-Gesetzlich-Versicherte einbezogen werden. Um den Indexeingriff (Ersteingriff) zu beurteilen, können auch die mit ihm assoziierten Folgeereignisse (Follow-up) unter Nutzung weiterer Datenquellen, wie z.B. Sozialdaten bei den Krankenkassen, betrachtet werden. Nähere Ausführungen finden sich in den themenspezifischen Bestimmungen der jeweiligen DeQS-Verfahren.

Vertragsärztliche Leistungen werden der Datenannahmestelle KV zugeordnet.

Für selektivvertraglich tätige Ärzte und Arztpraxen ergibt sich eine QS-Dokumentationspflicht mit anschließender Datenlieferpflicht an die Vertrauensstelle nach § 299 SGB V.

Datenfluss
Das serielle Datenflussmodell (s. Abb.) veranschaulicht die allgemeine Datenübermittlung in den DeQS-Verfahren und die Zuständigkeiten der beteiligten Stellen. Eine größere Ansicht des seriellen Datenflussmodells finden Sie hier.

Datenflussmodell gemäß Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL)© Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Datenflussmodell gemäß Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL), Stand 05.06.2019

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3. Datenlieferfristen

Datenlieferfristen und Rückmeldeberichte
Die DeQS-RL sieht eine quartalsweise Datenübermittlung an die Datenannahmestelle (xmldaten@bqs-institut.de) vor. Die Übermittlung erfolgt für die Daten des jeweils vorherigen Quartals bis zum 15. Mai, 15. August, 15. November und 28. Februar. Für die Daten des gesamten Erfassungsjahres besteht eine Korrekturfrist bis zum 15. März des auf das Erfassungsjahr folgenden Jahres. Fällt die Abgabefrist bei DeQS auf ein Wochenende oder einen Feiertag, gilt entsprechend der gesetzlichen Regelungen der nächste Werktag. Die Krankenhäuser erhalten in der Regel vom IQTIG vierteljährliche Zwischenberichte und einen Ganzjahresbericht (s. Abb.). Abweichende Regelungen gelten für die DeQS-Verfahren QS WI und QS CHE, bei denen das IQTIG nur einen Ganzjahresbericht erstellt.

Datenlieferfristen DAS-KH© Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) Datenlieferfristen DAS-KH, Stand 01.02.2021

Aktuelle Abgabefristen für die QS-Daten und die Sollstatistik in den DeQS-Verfahren

Mit G-BA Beschluss vom 03. Dezember 2020 wurden auch die unterjährigen Datenlieferungen für das Erfassungsjahr 2021 vom G-BA ausgesetzt. Der Beschluss lautet:
Die Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung wird wie folgt geändert: Teil 1 § 27 wird wie folgt geändert: 1. In der Überschrift wird die Angabe „2020“ durch die Angabe „2020 und 2021“ ersetzt. 2. Der bisherige Wortlaut wird als Satz 1 wie folgt gefasst: „Aufgrund der COVID-19-Pandemie werden die Datenlieferungen zum 28. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November für die Erfassungsjahre 2020 und 2021 ausgesetzt.“ 3. Folgender Satz wird angefügt: „Die Verpflichtung zur Datenübermittlung für jeweils das gesamte Erfassungsjahr 2020 und 202 bis spätestens zum Ablauf der Korrekturfrist zum 15. März des auf das Erfassungsjahr folgenden Jahres bleibt unberührt.

Dokumentationspflichtige Datensätze für das 4. Quartal 2020 der DeQS-Verfahren 1 bis 6 (QS PCI, QS WI, QS CHE, QS NET, QS TX, QS KCHK) senden Sie bis zum 28.02.2021 an: xmldaten@bqs-institut.de

Dokumentationspflichtige Datensätze für das Gesamtjahr 2020 der DeQS-Verfahren 1 bis 6 (QS PCI, OS WI, QS CHE, QS NET, QS TX, QS KCHK) senden Sie bis zum 15.03.2021 an: xmldaten@bqs-institut.de

Die DeQS-Sollstatistik für das Verfahrensjahr 2020 (DeQS-Verfahren 1 bis 6) senden Sie bis zum 15.03.2021 an: sollstatistik@kgnw.de

Bitte beachten Sie die Hinweise unter "Aktuelles" im DeQS-NRW-Portal zur geplanten Aussetzung des DeQS-Verfahrens QS WI ab dem 01.01.2021 (vgl. KGNW-Rundschreiben Nr. 789/2020 vom 29.10.2020).

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4. DeQS-Verfahren

Die DeQS-RL umfasst zum 01.01.2021 die folgenden QS-Verfahren:

  • Verfahren 1: Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie (QS PCI)
  • Verfahren 2: Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI)
  • Verfahren 3: Cholezystektomie (QS CHE)
  • Verfahren 4: Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen einschließlich Pankreastransplantationen (QS NET)
  • Verfahren 5: Transplantationsmedizin (QS TX)
  • Verfahren 6: Koronarchirurgie und Eingriffe an den Herzklappen (QS KCHK)
  • Verfahren 7: Karotis-Revaskularisation (QS KAROTIS)
  • Verfahren 8: Ambulant erworbene Pneumonie (QS CAP)
  • Verfahren 9: Mammachirurgie (QS MC)
  • Verfahren 10: Gynäkologische Operationen (QS GYN-OP)
  • Verfahren 11: Dekubitusprophylaxe (QS DEK)
  • Verfahren 12: Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren (QS HSMDEF)
  • Verfahren 13: Perinatalmedizin (QS PM)
  • Verfahren 14: Hüftgelenkversorgung (QS HGV)
  • Verfahren 15: Knieendoprothesenversorgung (QS KEP)

Dokumentationspflichtige Datensätze der oben genannten DeQS-Verfahren werden von den Krankenhäusern in NRW an die Datenannahmestelle Krankenhaus (DAS-KH) bei der KGNW übermittelt. Dabei wird die KGNW durch das BQS-Institut unterstützt.

Dokumentationspflichtige Datensätze senden Sie an xmldaten@bqs-institut.de.

Die KGNW übernimmt die Pseudonymisierung der Leistungserbringerangaben (IK und StandortID) und leitet die Daten weiter an die Vertrauensstelle und die Bundesauswertungsstelle. Weitere Informationen zu den einzubeziehenden Fällen finden Sie unter 2. Allgemeine Informationen.

Informationen zu den einzelnen QS-Verfahren gemäß DeQS-RL und den dokumentationspflichtigen Ereignissen und verpflichtend zu übermittelnden Daten können Sie auch den jeweiligen themenspezifischen Bestimmungen der DeQS-RL entnehmen.

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4.1 QS-Verfahren PCI

DeQS-Verfahren PCI und Koronarangiographie

Am 01.01.2016 wurde das bisherige QS-Verfahren „Koronarangiographie und PCI“ durch ein neues, sektorenübergreifendes Verfahren im Rahmen der Richtlinie der einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü-RL) abgelöst und am 22.11.2018 als themenspezifische Bestimmung „Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie“ (QS PCI) in die Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) überführt.

Das Verfahren dient der Beurteilung ambulant oder stationär erbrachter Herzkathetereingriffe (Indexeingriffe = Ersteingriffe) bei Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Für die Erfassungsjahre 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 sind keine Vergütungsabschläge bei fehlender Dokumentation vorgesehen.

Die Datenannahmestelle Krankenhaus bei der KGNW nimmt Datensätze des DeQS-Verfahrens „PCI und Koronarangiographie“ (QS PCI) an. Dokumentationspflichtige Datensätze senden Sie an xmldaten@bqs-institut.de.

Weitere Informationen zum Verfahren QS PCI finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.2 QS-Verfahren QS WI

DeQS-Verfahren „Vermeidung nosokomialer Infektionen: Postoperative Wundinfektionen“

Am 01.01.2017 wurde das QS-Verfahren „Vermeidung nosokomialer Infektionen: Postoperative Wundinfektionen“ (QS WI) im Rahmen der einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung gemäß Qesü-RL gestartet und am 22.11.2018 in die Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) überführt.

Das Verfahren hat die Vermeidung postoperativer Wundinfektionen zum Ziel. Krankenhäuser und Arztpraxen sind verpflichtet, systematisch Daten zum Auftreten von postoperativen Wundinfektionen nach chirurgischen Eingriffen zu erheben.

Hinweis:
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 17.12.2020 beschlossen, das DeQS-Verfahren 2 „Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen“ (QS WI) zum Erfassungsjahr 2021 auszusetzen. Dies betrifft sowohl die einrichtungsbezogene QS-Dokumentation (Einrichtungsbefragung 2020 - Module NWIEA und NWIES) und die fallbezogene QS-Dokumentation (Modul NWIF) als auch die Sozialdatenlieferung der Krankenkassen für das Jahr 2021. Im Gegenzug wurde der Zeitraum für die Erprobung des Verfahrens um ein Jahr bis zum 31.12.2022 verlängert. Darüber hinaus wurden in der Einrichtungsbefragung (Module NWIEA und NWIES) die Indizes zum Hygiene- und Infektionsmanagement geändert. Der Beschluss ist auf den Internetseiten des G-BA abrufbar unter: Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung: Teil 2 – Änderung des Verfahrens 2 (QS WI) . Die Änderung der DeQS-RL tritt mit Wirkung zum 01.01.2021 in Kraft.

Das QS-Verfahren QS WI besteht aus zwei Teilen. Zum einen aus einer Datenerhebung zur Bestimmung der Raten an postoperativen Wundinfektionen (Modul NWIF) und zum anderen aus einer Einrichtungsbefragung zur Compliance von Hygieneanforderungen (Module NWIEA/NWIES). Die Wundinfektionsraten werden nur für Operationen der Fachgebiete Chirurgie/Allgemeinchirurgie, Gefäßchirurgie, Viszeralchirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Plastische Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie und Herzchirurgie ausgewertet. Das QS-Verfahren QS WI setzt sich aus folgenden Erhebungen zusammen:

1. Datenerhebung zur Bestimmung der Raten an postoperativen Wundinfektionen
a. die Sozialdaten bei den Krankenkassen (Operationen in Praxen und Krankenhäusern)
b. die fallbezogene QS-Dokumentation zu postoperativ aufgetretenen Wundinfektionen bei den stationären Leistungserbringern (Modul NWIF)
2. Einrichtungsbefragung (Module NWIEA/NWIES)

Die Datenannahmestelle Krankenhaus bei der KGNW nimmt die Datensätze des DeQS-Verfahrens Vermeidung nosokomialer Infektionen - Postoperative Wundinfektionen (QS WI) an. Dokumentationspflichtige Datensätze im Modul NWIF senden Sie an xmldaten@bqs-institut.de. Die Einrichtungsbefragung senden Sie an eb.xmldaten@bqs-institut.de.

Weitere Informationen zum QS-Verfahren QS WI finden sich auf der Website vom IQTIG.

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4.2.1 Modul NWIF

DeQS-Verfahren „Vermeidung nosokomialer Infektionen: Postoperative Wundinfektionen“

Modul NWIF
Zur Bestimmung der Rate an postoperativen Wundinfektionen werden die fallbezogenen QS-Dokumentationen im Krankenhaus (NWIF-Bögen) und Tracer-Eingriffe anhand von Sozialdaten bei den Krankenkassen betrachtet. Hierdurch sollen Wundinfektionen identifiziert werden, die sich im Anschluss an diese Tracer-Eingriffe entwickelt haben. Der Großteil der Datenerfassung geschieht dabei ohne händische Datenerfassung. Im Krankenhaus muss lediglich die fallbezogene QS-Dokumentation ausgefüllt werden, die dann ausgelöst wird, wenn eine „potentielle Wundinfektion“ (gemäß der Spezifikation) vorliegt. Da es bislang keine ausreichend spezifischen Kodes oder Kodekonstellationen für postoperative Wundinfektionen gibt, muss das Krankenhaus einschätzen, ob tatsächlich eine postoperative Wundinfektion vorliegt. Der Bogen wird auch unabhängig davon ausgelöst, ob eine Operation im Vorfeld bei dem jeweiligen Patienten/der jeweiligen Patientin durchgeführt wurde. Erst im IQTIG wird dann die postoperative Wundinfektion eines Patienten oder einer Patientin mit einer über die Sozialdaten ermittelten Tracer-Operation zusammengeführt.

Nur gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren sind in das Verfahren eingeschlossen.

Die Datenannahmestelle Krankenhaus bei der KGNW nimmt die Datensätze des DeQS-Verfahrens QS WI (Modul NWIF) an. Dokumentationspflichtige Datensätze senden Sie an: xmldaten@bqs-institut.de.

Hinweis:
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 17.12.2020 beschlossen, das DeQS-Verfahren 2 „Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen“ (QS WI) zum Erfassungsjahr 2021 auszusetzen. Dies betrifft sowohl die einrichtungsbezogene QS-Dokumentation (Einrichtungsbefragung 2020 - Module NWIEA und NWIES) und die fallbezogene QS-Dokumentation (Modul NWIF) als auch die Sozialdatenlieferung der Krankenkassen für das Jahr 2021.

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4.2.2 Module NWIEA/NWIES

DeQS-Verfahren „Vermeidung nosokomialer Infektionen: Postoperative Wundinfektionen“

Module NWIEA/NWIES
Mit dem zweiten Teil des QS-Verfahrens QS WI, der Einrichtungsbefragung ambulant und stationär (NWIEA und NWIES), werden nach jedem Erfassungsjahr Daten zum Infektions- und Hygienemanagement in operierenden Einrichtungen erhoben. Die Einrichtungsbefragung ambulant (NWIEA) richtet sich dabei an alle niedergelassenen Ärzte oder ermächtigten Ärzte, die ambulante Operationen durchführen und an alle Krankenhäuser, die ambulant operieren. Die Einrichtungsbefragung stationär (NWIES) richtet sich an alle Krankenhäuser, die stationär Operationen durchführen sowie an Belegärzte, die Operationen am Krankenhaus durchführen, aber mit der Kassenärztlichen Vereinigung abrechnen.

Die Datenannahmestelle Krankenhaus bei der KGNW nimmt die Datensätze des DeQS-Verfahrens QS WI (Modul NWIEA und NWIES) an. Die Einrichtungsbefragung senden Sie an: eb.xmldaten@bqs-institut.de

Hinweis:
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 17.12.2020 beschlossen, das DeQS-Verfahren 2 „Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen“ (QS WI) zum Erfassungsjahr 2021 auszusetzen. Dies betrifft sowohl die einrichtungsbezogene QS-Dokumentation (Einrichtungsbefragung 2020 - Module NWIEA und NWIES) und die fallbezogene QS-Dokumentation (Modul NWIF) als auch die Sozialdatenlieferung der Krankenkassen für das Jahr 2021.

Auswertung der Daten der Einrichtungsbefragung
Jährlich erhalten alle Leistungserbringer, die mindestens eine Tracer-Operation durchgeführt haben, einen Rückmeldebericht. Darin enthalten sind Auswertungen der Indikatoren zu postoperativen Wundinfektionen und zum Einrichtungs- und Infektionsmanagement im Vergleich zu den Vergleichsgruppen (Benchmark).

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4.3 QS-Verfahren CHE

DeQS-Verfahren „Cholezystektomie“

Am 19.07.2018 wurde das QS-Verfahren Cholezystektomie (QS CHE) als themenspezifische Bestimmung der neuen DeQS-Richtlinie beschlossen. Einbezogen sind stationär erbrachte Indexeingriffe (Ersteingriffe). Über die Sozialdaten bei den Krankenkassen sollen auch damit assoziierte Folgeereignisse, die nach dem Krankenhausaufenthalt auftreten, beurteilt werden. Dies sind operationsbedingte Gallenwegskomplikationen, Reinterventionen aufgrund von Komplikationen, eingriffsspezifische Infektionen, interventionsbedürftige Blutungen, weitere postoperative Komplikationen sowie die Sterblichkeit.

Einbezogen sind gesetzlich Versicherte über 18 Jahre. Für die Verfahrensjahre 2019 und 2020 wurden keine Sanktionen bei fehlender Dokumentation festgelegt.

Die Datenannahmestelle Krankenhaus bei der KGNW nimmt die Datensätze des DeQS-Verfahrens QS CHE an. Dokumentationspflichtige Datensätze senden Sie an: xmldaten@bqs-institut.de

Weitere Informationen zum Verfahren QS CHE finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.4 QS-Verfahren NET

DeQS-Verfahren Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen einschließlich Pankreastransplantation

Bis zum 31.12.2019 war die Qualitätssicherung der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit chronischem Nierenversagen durch Verfahren der QSD- und der QSKH-Richtlinie geregelt. Mit dem neuen QS-Verfahren Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen einschließlich Pankreastransplantation (QS NET) sind ab dem 1. Januar 2020 die sektorspezifischen QS-Verfahren Nierentransplantation und Pankreas- und Pankreas-Nierentransplantation im Sinne eines sektorenübergreifenden QS-Verfahrens weiterentwickelt und um Indikatoren zur Qualität der Dialyse sowie um zusätzliche Datengrundlagen ergänzt worden. Das Verfahren QS NET wird nun sektorenübergreifend durch die DeQS-RL geregelt. In die Datenerhebung werden zur Betrachtung des weiteren Behandlungsverlaufs auch Sozialdaten der gesetzlichen Krankenkassen einbezogen. Das Verfahren dient der Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz, die ambulant oder teilstationär durchgeführte Dialysen erhalten sowie der Verbesserung der Versorgungsqualität bei im Krankenhaus erbrachten Nierentransplantationen sowie Pankreastransplantationen. QS NET besteht aus den drei Modulen

  • Dialyse (DIAL)
  • Nieren- und Pankreas-(Nieren-)transplantation (PNTX)
  • Follow-up Nierentransplantation und Pankreas-(Nieren-)transplantation (PNTXFU)

Im Modul Dialyse werden ausschließlich Gesetzlich-Versicherte einbezogen. Im Modul Nieren- und Pankreastransplantationen sind sowohl Gesetzlich-Versicherte als auch Nicht-Gesetzlich-Versicherte. Damit auch Nicht-GKV-Versicherte einbezogen werden können, muss eine Einwilligung zur Verarbeitung der patientenidentifizierenden Daten eingeholt werden. Sofern diese Einwilligung nicht vorliegt, werden die Datensätze ohne patientenidentifizierende Daten verarbeitet.

Die Datenannahmestelle Krankenhaus bei der KGNW nimmt die dokumentationspflichtigen Datensätze des Verfahrens QS NET entgegen. Dokumentationspflichtige Datensätze senden Sie an xmldaten@bqs-institut.de.

Weitere Informationen zum Verfahren QS NET finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.5 QS-Verfahren TX

DeQS-Verfahren „Transplantationsmedizin“

Am 20.06.2019 hat der G-BA beschlossen, die transplantationsmedizinischen Leistungsbereiche der QSKH-RL in die DeQS-RL zu überführen. Gegenstand des Verfahrens sind Lebertransplantationen, Leber- und Nierenlebendspenden, Lungentransplantationen, Herz- und Herz-Lungen-Transplantationen sowie Implantationen von Herzunterstützungssystemen und Kunstherzen.

Die bisherigen sieben QSKH-Verfahren der Transplantationsmedizin werden im neuen DeQS-Verfahren QS TX über fünf Auswertungsmodule erfasst. Die Verfahren Nierentransplantation und Nieren- und Pankreastransplantation wurden zum neuen DeQS-Verfahren QS NET überführt. Das DeQS-Verfahren TX ist als bundesbezogenes sektorspezifisches stationäres QS-Verfahren in der DeQS-RL konzipiert. Daraus folgt, dass die Verantwortlichkeiten für das Stellungnahmeverfahren und die Umsetzung der Maßnahmen gemäß § 17 DeQS-RL dem IQTIG und dem Unterausschuss Qualitätssicherung des G-BA obliegen.

Einbezogen sind sowohl Gesetzlich-Versicherte als auch Nicht-Gesetzlich-Versicherte. Damit auch Nicht-GKV-Versicherte einbezogen werden können, muss eine Einwilligung zur Verarbeitung der patientenidentifizierenden Daten eingeholt werden. Sofern diese Einwilligung nicht vorliegt, werden die Datensätze ohne patientenidentifizierende Daten verarbeitet.

Für das Verfahrensjahr 2020 wurden keine Sanktionen bei fehlender Dokumentation festgelegt.

Follow-Up-Eingriffe
Das 1, 2- und 3-Jahres-Follow-Up der transplantationsmedizinischen Verfahren zu den Indexeingriffen (Ersteingriffen) aus den Jahren 2017 bis 2019 wurde aus datenschutzrechtlichen Gründen in der bis 31.12.2020 gültigen QSKH-RL weitergeführt. Indexeingriffe (Ersteingriffe), die seit dem 01.01.2020 erbracht werden, fallen unter den Regelungsbereich der DeQS-RL. Hieraus ergibt sich, dass ab dem Erfassungsjahr 2021 Follow-Up-Module entweder direkt an das IQTIG gesendet werden müssen (Follow-Up zu einem Indexeingriff aus den Jahren 2018 oder 2019) oder an die Datenannahmestelle DeQS bei der KGNW (Follow-UP zu einem Indexeingriff aus dem Jahr 2020).

Die Datenannahmestelle Krankenhaus bei der KGNW nimmt die Datensätze des DeQS-Verfahrens QS TX entgegen. Dokumentationspflichtige Datensätze senden Sie an xmldaten@bqs-institut.de.

Weitere Informationen zum Verfahren QS TX finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.6 QS-Verfahren KCHK

DeQS-Verfahren „Koronarchirurgie und Eingriffe an Herzklappen“
Das QS-Verfahren Herzchirurgie der QSKH-Richtlinie ist durch den G-BA Beschluss vom 20.06.2019 zum 01.01.2020 durch das weiterentwickelte Verfahren Koronarchirurgie und Eingriffe an Herzklappen (QS KCHK) ersetzt worden und als bundesbezogenes sektorspezifisches stationäres QS-Verfahren in der DeQS-RL geregelt. Daraus folgt, dass die Verantwortlichkeiten für das Stellungnahmeverfahren und die Umsetzung der Maßnahmen gemäß § 17 DeQS-RL dem IQTIG und dem Unterausschuss Qualitätssicherung des G-BA obliegen.

In diesem QS-Verfahren werden offen-chirurgische Herzoperationen bei Verengungen der Herzkranzgefäße sowie kathetergestützte oder offen-chirurgische Operationen an den Herzklappen der linken Herzkammer (Aortenklappe, Mitralklappe) betrachtet. Dabei wird sowohl die Qualität während des Krankenhausaufenthalts als auch der Zeitraum nach der Operation (postoperativ) analysiert. Es wird vor allem das Auftreten möglicher Komplikationen, notwendiger erneuter Eingriffe und Todesfälle erfasst. Die Analyse wird nach den folgenden acht Auswertungsmodulen getrennt durchgeführt:

  • isolierte Koronarchirurgie
  • kombinierte Koronar- und Herzklappenchirurgie
  • kathetergestützte isolierte Aortenklappenchirurgie
  • offen-chirurgische isolierte Aortenklappenchirurgie
  • kathetergestützte isolierte Mitralklappeneingriffe
  • offen-chirurgische isolierte Mitralklappeneingriffe
  • kombinierte Herzklappenchirurgie
  • kathetergestützte kombinierte Herzklappeneingriffe

Gegenstand des QS-Verfahrens QS KCHK sind stationär durchgeführte Eingriffe bei Patientinnen und Patienten, die über 18 Jahre alt und gesetzlich krankenversichert sind. Für das Verfahrensjahr 2020 wurden keine Sanktionen bei fehlender Dokumentation festgelegt.

Die Datenannahmestelle Krankenhaus bei der KGNW nimmt die Datensätze des DeQS-Verfahrens QS KCHK entgegen. Dokumentationspflichtige Datensätze senden Sie an: xmldaten@bqs-institut.de

Weitere Informationen zum Verfahren QS KCHK finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.7 QS-Verfahren KAROTIS

DeQS-Verfahren Karotis-Revaskularisation
(ehemals QSKH-Verfahren 10/2 Karotis-Revaskularisation)

Mit dem G-BA Beschluss vom 16.07.2020 wurden die themenspezifischen Bestimmungen zum DeQS-Verfahren Karotis-Revaskularisation (QS KAROTIS) beschlossen. Das Verfahren entspricht dem ehemaligen QSKH-Verfahren 10/2. Gegenstand des Verfahrens sind Eingriffe zur Verbesserung des Blutflusses an der Halsschlagader (Karotis-Revaskularisation). Erfasst werden sowohl offen-chirurgische als auch kathetergestützte Eingriffe. Diese Eingriffe werden als „Indexeingriffe“ bezeichnet.

Die Qualitätsindikatoren dieses QS-Verfahrens richten sich auf die Indikationsstellung, auf schwere Komplikationen (Schlaganfall oder Tod) im zeitlichen Umfeld des Eingriffs sowie die postprozedurale fachneurologische Untersuchung. Die Indikatoren im Erfassungsjahr 2021 sind unverändert geblieben, d.h. sie entsprechen den im Erfassungsjahr 2020 unter der QSKH-RL erhobenen Indikatoren.

Die dokumentationspflichtigen Datensätze einschließlich Überliegerfälle aus dem Jahr 2020 (in 2020 aufgenommene und in 2021 entlassene Patienten) des Verfahrens QS KAROTIS werden quartalsweise (erstmals zum 15. Mai 2021, 15. August 2021, 15. November 2021 und 28. Februar 2022) an die DAS-KH bei der KGNW (xmldaten@bqs-institut.de) übermittelt. Abgabefrist für die Ganzjahresdaten sowie für die Sollstatistik zum Erfassungsjahr 2021 ist der 15.03.2022.

Weitere Informationen zum Verfahren QS KAROTIS finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.8 QS-Verfahren CAP

DeQS-Verfahren Ambulant erworbene Pneumonie
(ehemals QSKH-Verfahren PNEU Ambulant erworbene Pneumonie)

Mit dem G-BA Beschluss vom 16.07.2020 wurden die themenspezifischen Bestimmungen zum DeQS Verfahren Ambulant erworbene Pneumonie QS CAP (community-acquired pneumonia) beschlossen. Das Verfahren entspricht dem ehemaligen QSKH-Verfahren PNEU Ambulant erworbene Pneumonie. Im Modul PNEU sind Lungenentzündungen, die außerhalb des Krankenhauses erworben und im Krankenhaus behandelt wurden (Indexbehandlungen), bei Patientinnen und Patienten ab einem Alter von 18 Jahren dokumentationspflichtig.

Die Qualitätsindikatoren dieses QS-Verfahrens beziehen sich auf die rechtzeitige und kontinuierliche Durchführung von notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen sowie auf die Sterblichkeit im Krankenhaus. Die Indikatoren im Erfassungsjahr 2021 sind unverändert geblieben, d.h. sie entsprechen den im Erfassungsjahr 2020 unter der QSKH-RL erhobenen Indikatoren.

Die dokumentationspflichtigen Datensätze einschließlich Überliegerfälle aus dem Jahr 2020 (in 2020 aufgenommene und in 2021 entlassene Patienten) des Verfahrens QS CAP werden quartalsweise (erstmals zum 15. Mai 2021, 15. August 2021, 15. November 2021 und 28. Februar 2022) an die DAS-KH bei der KGNW (xmldaten@bqs-institut.de) übermittelt. Abgabefrist für die Ganzjahresdaten sowie für die Sollstatistik zum Erfassungsjahr 2021 ist der 15.03.2022.

Weitere Informationen zum Verfahren QS CAP finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.9 QS-Verfahren MC

DeQS-Verfahren Mammachirurgie
(ehemals QSKH-Verfahren 18/1 Mammachirurgie)

Mit dem G-BA Beschluss vom 16.07.2020 wurden die themenspezifischen Bestimmungen zum DeQS Verfahren 9 „Mammachirurgie QS MC“ beschlossen. Das Verfahren entspricht dem ehemaligen QSKH-Verfahren 18/1 Mammachirurgie und betrachtet die Qualität der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs in Bezug auf eine adäquate Diagnostik und Behandlung.

Die Qualitätsindikatoren dieses QS-Verfahrens beziehen sich auf prätherapeutische Maßnahmen, intraoperative Untersuchungen und operative Eingriffe an den Lymphknoten sowie auf den zeitlichen Abstand zwischen Diagnose und Operation. Die Indikatoren im Erfassungsjahr 2021 sind unverändert geblieben, d.h. sie entsprechen den im Erfassungsjahr 2020 unter der QSKH-RL erhobenen Indikatoren.

Die dokumentationspflichtigen Datensätze einschließlich Überliegerfälle aus dem Jahr 2020 (in 2020 aufgenommene und in 2021 entlassene Patienten) des Verfahrens QS MC werden quartalsweise (erstmals zum 15. Mai 2021, 15. August 2021, 15. November 2021 und 28. Februar 2022) an die DAS-KH bei der KGNW (xmldaten@bqs-institut.de) übermittelt. Abgabefrist für die Ganzjahresdaten sowie für die Sollstatistik zum Erfassungsjahr 2021 ist der 15.03.2022.

Weitere Informationen zum Verfahren QS MC finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.10 QS-Verfahren GYN-OP

DeQS-Verfahren Gynäkologische Operationen
(ehemals QSKH-Verfahren 15/1 Gynäkologische Operationen)

Mit dem G-BA Beschluss vom 16.07.2020 wurden die themenspezifischen Bestimmungen zum DeQS-Verfahren 10 „Gynäkologische Operationen QS GYN-OP“ beschlossen. Das Verfahren entspricht dem ehemaligen QSKH-Verfahren 15/1 Gynäkologische Operationen. Gegenstand des Verfahrens sind gynäkologische Eingriffe. Erfasst werden stationär durchgeführte Operationen an den Eileitern (Tuba uterina) und Eierstöcken (Ovarien) bei Patientinnen ab 11 Jahren. Diese Eingriffe werden nachfolgend als „Indexeingriffe“ bezeichnet.

Die Qualitätsindikatoren dieses QS-Verfahrens beziehen sich insbesondere auf Organverletzungen bei laparoskopischen Operationen, die histologische Untersuchung bei Operationen mit Gewebeentnahme, die einseitige oder beidseitige Entfernung des Ovars oder der Adnexe sowie die Organerhaltung bei Operationen am Ovar. Die Indikatoren im Erfassungsjahr 2021 sind unverändert geblieben, d.h. sie entsprechen den im Erfassungsjahr 2020 unter der QSKH-RL erhobenen Indikatoren.

Die dokumentationspflichtigen Datensätze einschließlich Überliegerfälle aus dem Jahr 2020 (in 2020 aufgenommene und in 2021 entlassene Patienten) des Verfahrens QS GYN-OP werden quartalsweise (erstmals zum 15. Mai 2021, 15. August 2021, 15. November 2021 und 28. Februar 2022) an die DAS-KH bei der KGNW (xmldaten@bqs-institut.de) übermittelt. Abgabefrist für die Ganzjahresdaten sowie für die Sollstatistik zum Erfassungsjahr 2021 ist der 15.03.2022.

Weitere Informationen zum Verfahren QS GYN-OP finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.11 QS-Verfahren DEK

DeQS-Verfahren Dekubitusprophylaxe
(ehemals QSKH-Verfahren DEK Dekubitusprophylaxe)

Mit dem G-BA Beschluss vom 16.07.2020 wurden die themenspezifischen Bestimmungen zum DeQS-Verfahren 11 „Dekubitusprophylaxe QS DEK“ beschlossen. Das Verfahren entspricht dem ehemaligen QSKH-Verfahren DEK Dekubitusprophylaxe. Gegenstand des Verfahrens ist die Erfassung von Dekubitalulcera-Grad/Kategorie 2 oder höhergradig bei Patientinnen oder Patienten ab 20 Jahren während des stationären Aufenthalts. Diese werden als „Indexereignisse“ bezeichnet. Im Modul DEK sind alle Fälle von Patientinnen und Patienten ab 20 Jahren mit Dekubitus Grad/Kategorie 2 oder höhergradig oder mit nicht näher bezeichneten Dekubitalulcera (ohne Angabe einer Kategorie / eines Grades) dokumentationspflichtig.

Die Indikatoren des QS-Verfahrens betrachten ausschließlich die Häufigkeit neu entstandener Dekubitalulcera (Druckgeschwüre), die während des stationären Krankenhausaufenthalts bei Patientinnen und Patienten auftreten. Die Indikatoren im Erfassungsjahr 2021 sind unverändert geblieben, d.h. sie entsprechen den im Erfassungsjahr 2020 unter der QSKH-RL erhobenen Indikatoren.

Die dokumentationspflichtigen Datensätze einschließlich Überliegerfälle aus dem Jahr 2020 (in 2020 aufgenommene und in 2021 entlassene Patienten) des Verfahrens QS DEK werden quartalsweise (erstmals zum 15. Mai 2021, 15. August 2021, 15. November 2021 und 28. Februar 2022) an die DAS-KH bei der KGNW (xmldaten@bqs-institut.de) übermittelt. Abgabefrist für die Ganzjahresdaten sowie für die Sollstatistik zum Erfassungsjahr 2021 ist der 15.03.2022.

Weitere Informationen zum Verfahren QS DEK finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.12 QS-Verfahren HSMDEF

DeQS-Verfahren Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren
(ehemals QSKH-Verfahren 09/1 bis 09/6 Herzschrittmacherversorgung und implantierbare Defibrillatoren)

Mit dem G-BA Beschluss vom 16.07.2020 wurden die themenspezifischen Bestimmungen zum DeQS-Verfahren 12 „Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren QS HSMDEF“ beschlossen. Das Verfahren entspricht den ehemaligen QSKH-Verfahren 09/1 bis 09/6 Herzschrittmacherversorgung und implantierbare Defibrillatoren. Gegenstand des Verfahrens sind Implantationen, Aggregatwechsel sowie Revisionen/Systemwechsel/Explantationen von Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren bei Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren. Diese Eingriffe werden als „Indexeingriffe“ bezeichnet.

Die Qualitätsindikatoren fokussieren u. a. auf die Beachtung von Leitlinienempfehlungen und die Dauer des Eingriffs sowohl bei Ersteingriffen als auch bei erneuten Eingriffen (Revisionen), auf notwendige Funktionsmessungen während der Operation und Komplikationen im Zusammenhang mit dem Eingriff. Weitere wichtige Merkmale sind die Strahlenbelastung der Patientin bzw. des Patienten sowie die Erreichung akzeptabler Werte bei notwendigen intraoperativen Messungen (Bestimmungen des elektrischen Impulses).

Seit 2015 werden zudem Daten erhoben, die eine Verknüpfung der QS-Daten wiederholter stationärer Aufenthalte einer Patientin bzw. eines Patienten ermöglichen. Durch dieses Follow-up können auch Komplikationen erfasst werden, die erst nach Verlassen des Krankenhauses auftreten und auch die Lebensdauer des zu ersetzenden Aggregats erfassen.

Die Indikatoren im Erfassungsjahr 2021 sind unverändert geblieben, d.h. sie entsprechen den im Erfassungsjahr 2020 unter der QSKH-RL erhobenen Indikatoren.

Die dokumentationspflichtigen Datensätze einschließlich Überliegerfälle aus dem Jahr 2020 (in 2020 aufgenommene und in 2021 entlassene Patienten) des Verfahrens QS HSMDEF werden quartalsweise (erstmals zum 15. Mai 2021, 15. August 2021, 15. November 2021 und 28. Februar 2022) an die DAS-KH bei der KGNW (xmldaten@bqs-institut.de) übermittelt. Abgabefrist für die Ganzjahresdaten sowie für die Sollstatistik zum Erfassungsjahr 2021 ist der 15.03.2022.

Weitere Informationen zum Verfahren QS HSMDEF finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.13 QS-Verfahren PM

DeQS-Verfahren Perinatalmedizin
(ehemals QSKH-Verfahren Geburtshilfe 16/1 und Neonatologie NEO)

Mit dem G-BA Beschluss vom 16.07.2020 wurden die themenspezifischen Bestimmungen zum DeQS-Verfahren 13 „Perinatalmedizin QS PM“ beschlossen. Das Verfahren entspricht den ehemaligen QSKH-Verfahren Geburtshilfe 16/1 und Neonatologie NEO. Gegenstand des Verfahrens ist die geburtshilfliche Versorgung von Mutter und Kind (Geburtshilfe) sowie die Früh- und Neugeborenenversorgung (Neonatologie). Das Verfahren soll insbesondere qualitätsrelevanten Aspekte, wie unerwünschte Ereignisse der mütterlichen und kindlichen Versorgung, schwerwiegende Erkrankungen bei Früh- und Neugeborenen, Prozesse in der geburtshilflichen/neonatologischen Abteilung sowie Aspekte des Behandlungsergebnisses messen, vergleichend darstellen und bewerten.

Im Modul 16/1 sind alle im Krankenhaus erfolgten Geburten dokumentationspflichtig. Die Erläuterungen zum Minimaldatensatz wurden wie folgt geändert: Die Anwendungsfälle „induzierte Schwangerschaftsabbrüche“ und „Aborte mit einem Fetalgewicht unter 500g“ werden an den aktuellen § 31 PStV (Personenstandsverordnung) angepasst. Hierzu wird in beiden Anwendungsfällen das Gestationsalter in der Beschreibung des jeweiligen Anwendungsfalls berücksichtigt. Da bei induzierten Schwangerschaftsabbrüchen und Aborten mit einem Fetalgewicht unter 500g und vor der 24. Schwangerschaftswoche nicht alle Datenfelder valide dokumentiert werden können, wird der Zusatz „Bei einem Notfallkaiserschnitt ist das Anlegen eines Minimaldatensatzes nicht zulässig, unabhängig davon, ob es sich dabei um einen Schwangerschaftsabbruch oder Abort handelt“ gestrichen.

Hinweis zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren: Dadurch ergeben sich gemäß neuer Definition einer Totgeburt bzw. Fehlgeburt ggf. mehr Totgeburten und weniger Minimaldatensätze (aufgrund weniger Fehlgeburten), d. h. es gibt grundsätzlich mehr Fälle in der Grundgesamtheit. Hierdurch können sich derzeit nicht-quantifizierbare Veränderungen hinsichtlich der Anzahl im Zähler und Nenner der Qualitätsindikatoren „E-E-Zeit bei Notfallkaiserschnitt über 20 Minuten“ und „Perioperative Antibiotikaprophylaxe bei Kaiserschnittentbindung“ ergeben.

Im Modul NEO sind alle Fälle von Neugeborenen, die innerhalb der ersten 7 Lebenstage stationär aufgenommen oder innerhalb eines definierten Zeitraums zuverlegt werden und bestimmte Kriterien erfüllen oder im Kreißsaal verstorben sind, dokumentationspflichtig. Die Erläuterungen zum Minimaldatensatz wurden wie folgt geändert: Der „Behandlungsgrund: Erkrankung der Mutter“ wurde dahingehend erweitert und geändert, dass für reifgeborene, gesunde Kinder mit einem Gestationsalter von mindestens 37 vollendeten Schwangerschaftswochen, die nicht aufgrund eigener Erkrankung länger als 72 Stunden stationär aufgenommen werden (z. B. aufgrund der Erkrankung der Mutter (Z76.2)), ein Minimaldatensatz angelegt werden soll.

Die Indikatoren im Erfassungsjahr 2021 sind unverändert geblieben, d.h. sie entsprechen den im Erfassungsjahr 2020 unter der QSKH-RL erhobenen Indikatoren.

Die dokumentationspflichtigen Datensätze einschließlich Überliegerfälle aus dem Jahr 2020 (in 2020 aufgenommene und in 2021 entlassene Patienten) des Verfahrens QS PM werden quartalsweise (erstmals zum 15. Mai 2021, 15. August 2021, 15. November 2021 und 28. Februar 2022) an die DAS-KH bei der KGNW (xmldaten@bqs-institut.de) übermittelt. Abgabefrist für die Ganzjahresdaten sowie für die Sollstatistik zum Erfassungsjahr 2021 ist der 15.03.2022.

Weitere Informationen zum Verfahren QS PM finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.14 QS-Verfahren HGV

DeQS-Verfahren Hüftgelenkversorgung
(ehemals QSKH-Verfahren Hüftgelenknahe Femurfraktur mit osteosynthetischer Versorgung 17/1 und Hüftgelenkversorgung HEP)

Mit dem G-BA Beschluss vom 16.07.2020 wurden die themenspezifischen Bestimmungen zum DeQS-Verfahren 14 „Hüftgelenkversorgung QS HGV“ beschlossen. Das Verfahren entspricht den ehemaligen QSKH-Verfahren 17/1 Hüftgelenknahe Femurfraktur mit osteosynthetischer Versorgung und HEP Hüftgelenkversorgung. Gegenstand des Verfahrens sind Erstimplantationen von Hüftendoprothesen, Hüftendoprothesenwechsel oder -komponentenwechsel sowie ausschließlich osteosynthetisch versorgte isolierte Schenkelhals-Frakturen und pertrochantäre Femurfrakturen ohne schwerwiegende Begleitverletzungen bei Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren. Diese Eingriffe werden als „Indexeingriffe“ bezeichnet.

Im Modul 17/1 sind alle isolierten Schenkelhalsfrakturen und pertrochantären Femurfrakturen ohne schwerwiegende Begleitverletzungen, die ausschließlich osteosynthetisch versorgt werden, bei Patientinnen oder Patienten ab 18 Jahren dokumentationspflichtig.

Für das Erfassungsjahr 2021 gibt es im Modul 17/1 folgende Änderung zum Minimaldatensatz: Der Anwendungsfall „Knochenfraktur beim Einsetzen einer Gelenkprothese“ wird aufgenommen, da Knochenfrakturen, die beim Einsetzen einer Gelenkprothese auftreten und während der Endoprothesenoperation osteosynthetisch versorgt werden, die QS-Dokumentation auslösen können, ohne dass diese abgeschlossen werden kann. Für diese Fälle ist ein Minimaldatensatz anzulegen.

Im Modul HEP sind alle Erstimplantationen einer Hüftendoprothese und alle Hüftendoprothesenwechsel oder -komponentenwechsel bei Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren dokumentationspflichtig. Der Zählleistungsbereich HEP_IMP beinhaltet alle Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren mit einer Erstimplantation einer Hüftendoprothese. Der Zählleistungsbereich HEP_WE beinhaltet alle Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren mit einem Hüftendoprothesenwechsel bzw. -komponentenwechsel oder einer Implantation einer Hüftendoprothese nach vorheriger Explantation.

Die Indikatoren im Erfassungsjahr 2021 sind unverändert geblieben, d.h. sie entsprechen den im Erfassungsjahr 2020 unter der QSKH-RL erhobenen Indikatoren.

Die dokumentationspflichtigen Datensätze einschließlich Überliegerfälle aus dem Jahr 2020 (in 2020 aufgenommene und in 2021 entlassene Patienten) des Verfahrens QS HGV werden quartalsweise (erstmals zum 15. Mai 2021, 15. August 2021, 15. November 2021 und 28. Februar 2022) an die DAS-KH bei der KGNW (xmldaten@bqs-institut.de) übermittelt. Abgabefrist für die Ganzjahresdaten sowie für die Sollstatistik zum Erfassungsjahr 2021 ist der 15.03.2022.

Weitere Informationen zum Verfahren QS HGV finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.15 QS-Verfahren KEP

DeQS-Verfahren Knieendoprothesenversorgung
(ehemals QSKH-Verfahren KEP Knieendoprothesenversorgung)

Mit dem G-BA Beschluss vom 16.07.2020 wurden die themenspezifischen Bestimmungen zum DeQS-Verfahren 15 „Knieendoprothesenversorgung QS KEP“ beschlossen. Das Verfahren entspricht dem ehemaligen QSKH-Verfahren KEP Knieendoprothesenversorgung.

Gegenstand des Verfahrens sind Erstimplantationen von Knieendoprothesen, unikondylären Schlittenprothesen sowie Knieendoprothesenwechsel oder -komponentenwechsel bei Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren. Diese Eingriffe werden als „Indexeingriffe“ bezeichnet.

Die Indikatoren fokussieren unter anderem auf eine angemessene Indikationsstellung bei der Implantation oder dem Wechsel bzw. Komponentenwechsel einer Knieendoprothese sowie auf Komplikationen im Zusammenhang mit dem künstlichen Kniegelenkersatz. Weitere Indikatoren beziehen sich auf die Funktionalität des künstlichen Gelenks und die Gehfähigkeit der Patientinnen und Patienten bei der Entlassung aus dem Krankenhaus. Die Indikatoren im Erfassungsjahr 2021 sind unverändert geblieben, d.h. sie entsprechen den im Erfassungsjahr 2020 unter der QSKH-RL erhobenen Indikatoren.

Die dokumentationspflichtigen Datensätze einschließlich Überliegerfälle aus dem Jahr 2020 (in 2020 aufgenommene und in 2021 entlassene Patienten) des Verfahrens QS KEP werden quartalsweise (erstmals zum 15. Mai 2021, 15. August 2021, 15. November 2021 und 28. Februar 2022) an die DAS-KH bei der KGNW (xmldaten@bqs-institut.de) übermittelt. Abgabefrist für die Ganzjahresdaten sowie für die Sollstatistik zum Erfassungsjahr 2021 ist der 15.03.2022.

Weitere Informationen zum Verfahren QS KEP finden sich auf der Website des IQTIG.

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4.16 Patientenbefragungen

Im Rahmen der Qualitätssicherung gemäß DeQS-RL soll neben der fallbezogenen QS-Dokumentation in den Einrichtungen auch eine Patientenbefragung genutzt werden. Ziel der Patientenbefragung ist es, die Perspektive der Patientinnen und Patienten bezogen auf Behandlungserfahrungen und Behandlungsergebnisse zu berücksichtigen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am 22.11.2019 erstmalig Regelungen zu Patientenbefragungen in der DeQS-RL beschlossen. In Teil 1 der Rahmenbestimmungen der DeQS-RL wurden Regelungen aufgenommen, um Patientenbefragungen als zusätzliche Datenquelle nutzen zu können.

Hinweis:
Der G-BA hat am 17.12.2020 seinen Beschluss zur Beauftragung des IQTIG mit der Erstellung einer Spezifikation für die Patientenbefragung im DeQS-Verfahren 1 „Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie“ (QS PCI) vom 16.07.2020 aufgehoben. Der Beschluss ist auf den Internetseiten des G-BA abrufbar unter: Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung:Aufhebung des Beschlusses vom 16. Juli 2020 über eine Spezifikation zum Erfassungsjahr 2021 zur Patientenbefragung im Verfahren 1 (QS PCI)

Patientenbefragung im QS-Verfahren PCI

Die erste Patientenbefragung in der DeQS-RL wird ab dem Erfassungsjahr 2021 im QS-Verfahren Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie (QS PCI) durchgeführt.

Seit dem 19.12.2019 sind der Abschlussbericht des IQTIG für die Patientenbefragung des Verfahrens QS PCI sowie die Fragebögen veröffentlicht.
Weitere Informationen zur Patientenbefragung im QS-Verfahren PCI.

Derzeit sind weitere Fragebögen für die Verfahren Nierenersatztherapie, ambulante Psychotherapie und Entlassmanagement beim IQTIG in der Entwicklung.

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5. Sollstatistik

Alle nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhäuser sind verpflichtet, die DeQS-Sollstatistik abzugeben. Die Sollstatistik wird jährlich gemäß dem bundeseinheitlich vorgegebenen Format in elektronischer Form an die Datenannahmestelle übermittelt.
Sowohl die Sollstatistik, als auch die Konformitätserklärung sind spätestens bis zum Ende der Korrekturfrist (15. März des auf das Erfassungsjahr folgenden Jahres) zu übermitteln.

Die Übermittlung der Sollstatistik der DeQS-Verfahren erfolgt ausschließlich an die KGNW:
sollstatistik@kgnw.de
Die Übermittlung der Sollstatistik der QSKH-Verfahren erfolgt ausschließlich an QS-NRW. Informationen erhalten Sie auf der Internetseite von QS-NRW.

Sollstatistik zukünftig IK-bezogen

Bereits seit dem Erfassungsjahr 2018 erstellt das IQTIG die Auswertungen der QS-Verfahren differenziert nach dem jeweiligen Standort, an dem die Leistung erbracht wurde. Eine Übersicht der für die Auswertung relevanten Standorte kann hier eingesehen werden: Anpassungen des Standortbezugs für Auswertungen der QS-Verfahren für das Erfassungsjahr 2019.

Die Sollstatistik wurde zum Erfassungsjahr 2020 vom Standortbezug entkoppelt und wird zukünftig nur noch auf Ebene des Institutionskennzeichens erstellt!

DeQS-Sollstatistik zum Erfassungsjahr 2020

Die DeQS-Sollstatistik zum Erfassungsjahr 2020 enthält die DeQS-Verfahren 1 bis 6 (QS PCI, QS WI, QS CHE, QS NET, QS TX, QS KCHK) und somit auch die ehemals direkten QSKH-Verfahren der Transplantationsmedizin und der Herzchirurgie, die zum Erfassungsjahr 2020 in die DeQS-RL überführt wurden: DeQS-Verfahren 5 QS TX und DeQS-Verfahren 6 QS KCHK.

Datensätze der Überlieger (in 2019 aufgenommene und in 2020 entlassene Patienten) in QS TX und QS KCHK werden in der Sollstatistik DeQS für das Erfassungsjahr 2020 aber nicht erfasst. Dies gilt auch für das ehemals direkte QSKH-Verfahren PNTX, das als Modul PNTX im DeQS-Verfahren QS NET erhoben wird. Bisher ist in der DeQS-RL auch kein Datenfluss vorgesehen, der gewährleisten würde, dass die Datenannahmestelle DAS-KH Datensätze zu den Überliegern dieser Verfahren aus dem Erfassungsjahr 2019 erhält.

Das Musterformular zur Erstellung der methodischen Sollstatistik für die DeQS-Verfahren zum Erfassungsjahr 2020 findet sich hier: QS-Basisspezifikation für Leistungserbringer 2020 V12
Anmerkung: Die Risikostatistik zum Erfassungsjahr 2020 wird in gewohnter Form an QS-NRW übermittelt.

Die Frist für die Abgabe der DeQS-Sollstatistik für das Erfassungsjahr 2020 (DeQS-Verfahren 1 bis 6) endet am 15.03.2021 um 23:59 Uhr. Die Datenannahmestelle Krankenhaus bei der KGNW sowie die Verschlüsselung ändern sich nicht. Die Verschlüsselung der ZIP-Datei erfolgt mittels des öffentlichen Schlüssels der DeQS-Sollstatistik. Den öffentlichen Schlüssel der DeQS-Sollstatistik für NRW finden Sie hier:
öffentlicher Schlüssel DeQS-Sollstatistik

Nach der Übermittlung der DeQS-Sollstatistik an die KGNW wird für jeden Eingang, der korrekt übermittelt wurde, eine Antwort-Mail an den Einsender mit der Nachricht geschickt, dass die Sollstatistik korrekt angenommen wurde. Im Anhang der Sollstatistik-Mail befindet sich zudem die methodische Sollstatistik als PDF-Datei. Die Papierform und die integrierte, unterzeichnete Konformitätserklärung Ihrer Geschäftsleitung senden Sie an die KGNW. Wenn diese bei der KGNW eingegangen ist und auf ihre Richtigkeit überprüft wurde, wird im DeQS-NRW-Portal unter dem Reiter "Soll-Ist-Zahlen" der Posteingang in der Spalte "KE" bestätigt.

Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.
Humboldtstr. 31
40237 Düsseldorf

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6. Ansprechpartner

Für Fragen zum Qualitätssicherungsverfahren im Rahmen der DeQS-RL stehen bei der KGNW folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Verfahrensfragen:
Christiane van Emmerich, cemmerich@kgnw.de, +49 211 47819-82
Robert Färber, rfaerber@kgnw.de, +49 211 47819-22
Julia Prim, jprim@kgnw.de, +49 211 47819-81

Medizinische Rückfragen:
Dr. Miriam Böttge-Joest, mboettge-joest@kgnw.de, +49 211 47819-32

Technische Umsetzung:
Klaus Kalkreuter, kkalkreuter@kgnw.de, +49 211 47819-23

Bei konkreten technischen Problemen bei der Datenlieferung oder etwaigen Fehlermeldungen bei der Übermittlung der Datensätze steht Ihnen das BQS-Institut zur Verfügung:
Tel.: +49 40 2540 7840
E-Mail: serviceline@bqs-institut.de

Bei Fragen zum Verfahren der externen Qualitätssicherung nach SGB V oder bei Problemstellungen im Zusammenhang mit der technischen Umsetzung steht Ihnen das IQTIG zur Verfügung:
Tel.: +49 30 585826-340
E-Mail: verfahrenssupport@iqtig.org

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7. Weitere Informationen

(externe Links)

Sollstatistik im DeQS-Verfahren (zum Download)
öffentlicher Schlüssel der DeQS-Sollstatistik

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