22. September 2014

Leuchturmprojekt für Südwestfalen

St. Marien-Krankenhaus eröffnet neues Zentrum

Das neue Ambulante Zentrum Albertus Magnus wurde am Freitag mit einem Festakt feierlich eröffnet. Bereits im Juli dieses Jahres hat das neue Zentrum des St. Marien-Krankenhauses Siegen seinen Betrieb aufgenommen. Die neue Einrichtung steht unter dem von Albertus Magnus formulierten Leitspruch „Der Mensch steht in der Mitte der Schöpfung, zwischen Stoff und Geist, zwischen Zeit und Ewigkeit“. Die Schwerpunktsetzung mit dem Menschen im Mittelpunkt war bereits bei der Eröffnung, die mit der Begrüßung durch Verwaltungsratsvorsitzenden Bruno Sting eingeleitet wurde, zu spüren.
Zu den über 100 Festgästen gehörte auch Siegens Bürgermeister Steffen Mues, der ein Grußwort an die Teilnehmer richtete. „Von Anfang an standen Stadt und Krankenhausträger in direktem Austausch bei der Planung des Gebäudes. Ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit ist der einvernehmliche Beschlussentwurf der Jury im Rahmen des Architektenwettbewerbs. Mit der Spezialisierung auf Arztpraxen unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen haben Sie Ihre Chance genutzt, hier vor Ort etwas ganz Neues für die Patienten zu schaffen, denn die verschiedenen Fachärzte arbeiten interdisziplinär zusammen. Ein ambulantes Versorgungszentrum dieser Größenordnung hat es in unserer Region noch nicht gegeben", so Mues. In seinem Grußwort erinnerte er an den Ursprung des Projekts, bei dem für das Grundstück der ehemaligen Albertus-Magnus-Hauptschule die bestmögliche Verwendung gesucht wurde. Gleichzeitig stellte er die intensive Zusammenarbeit im Projektverlauf heraus und äußerte die Hoffnung, dass diese bei späteren Vorhaben auch umgesetzt werde.
Geschäftsführer Hans-Jürgen Winkelmann beschrieb in seinem Beitrag den Prozess der Grundidee bis hin zur Realisierung des Ambulanten Zentrums. Besonders den reibungslosen Ablauf und die schnelle Realisierung hob er dabei hervor. „Die reale Umsetzung dieses Projektes entspricht passgenau unseren vorausgegangenen Planungen. Nahezu alle Ideen konnten eine Umsetzung finden und das Projekt termingemäß fertig gestellt werden“, lobte Winkelmann. Er zeichnete in seinem Referat den Ablauf von der Grundsteinlegung im Sommer vergangenen Jahres auf dem Gelände der ehemaligen Albertus-Magnus-Schule bis zur endgültigen Fertigstellung detailliert nach. Da es sich beim Ambulanten Zentrum Albertus Magnus um das größte Einzelbauvorhaben der bisherigen Unternehmensgeschichte handele, sei eine solch positive Beendigung des Projektes in höchstem Maße zu würdigen. Durch die weiter verbesserte ambulante Versorgung sei ein großer Nachfrageaspekt der Patienten besser als bisher abgedeckt. Medizinische Versorgung müsse immer einfacher funktionieren anstatt über die Grenzen vieler Sektoren hinweg
Pfarrer Wolfgang Winkelmann, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, segnete schließlich das Ambulante Zentrum Albertus Magnus zum Abschluss der Veranstaltung ein und hob die Bedeutung der katholischen Einrichtung für die Versorgung kranker Menschen hervor. Er verwies dabei auf den Namenspatron des Zentrums, Albertus Magnus, und zeichnete die vom karitativen Selbstverständnis geprägte Verbindung der modernen Einrichtung auf.
Abgerundet wurden die Feierlichkeiten mit einem reichhaltigen Buffet sowie einer Führung durch die Einrichtung, durch die Gäste einen Einblick in die unterschiedlichen Bereiche der neuen Einrichtung erhielten.

Hintergrundinformation

Im Ambulanten Zentrum Albertus Magnus sind auf drei Etagen Arztpraxen und Einrichtungen unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen untergebracht. Zu den ambulanten Angeboten des St. Marien-Krankenhauses kommen weitere Angebote von 13 selbständigen Praxis- und Einrichtungsbetreibern hinzu, was die Dimension des Zentrums in der Mitte Siegens unterstreicht. Die Gesamtkombination orientiert sich dabei an den Schwerpunkten des St. Marien-Krankenhauses.

Besonderen Wert legt das St. Marien-Krankenhaus auf die medizinisch-technische Infrastruktur, die dann auch am Samstag gezeigt wird: So gibt es beispielsweise einen „offenen“ Magnetresonanz-Tomographen, der als Hightech-Gerät den Menschen das beklemmende Gefühl nimmt, in eine Röhre geschoben zu werden. Es entstand ferner ein ambulanter Operationsbereich mit zwei Sälen und einem Eingriffsraum. Die Kardiologische Rehabilitation als ein Teil des GSS Therapiezentrums sowie die ehemalige Kaisergarten-Apotheke haben ebenfalls Räume im Albertus Magnus Komplex bezogen. Die Außenanlage ist als offener Park angelegt; mit der Bepflanzung entstand eine städtebauliche Oase für das gewachsene Wohnumfeld. Diese verdeckt vollständig die darunter liegende Garage für die Gäste und Patienten des Ambulanten Zentrums. Schließlich rundet das gastronomische Angebot des Cafés „Magnus“ die Gesamtstruktur ab.