27.05.2021 - online

Informationsveranstaltung des IQ Netzwerk NRW zum ZAV-Fachkräfteprogramm „Specialized!“

Das bereits in anderen Bundesländern erfolgreich angelaufene Programm zur Rekrutierung, Vermittlung und Qualifizierung von Humanmediziner*innen aus Mexiko startet nun auch in Nordrhein-Westfalen. Das Programm der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV) wurde als Reaktion auf den bestehenden Fachkräftemangel im Bereich Humanmediziner*innen vor allem im ländlichen Raum im Jahr 2017 entwickelt und seitdem schrittweise ausgeweitet.

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse startet die ZAV das Programm „Specialized!“ nun auch in NRW als Dienstleistungsangebot für Arbeitgebende. Kooperationspartner der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), das Netzwerks Integration durch Qualifizierung (IQ Netzwerk), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Auswärtige Amt (AA).

Specialized! startet in NRW zunächst in der Pilotregion „Münsterland“. Das Programm richtet sich an alle Kliniken im Münsterland, die auf der Suche nach Fachkräften im Gesundheitsbereich, vor allem nach Ärzte*innen, sind.

Ziel ist es, durch die Fachkräftegewinnung aus dem Ausland mit dem Programm: „Specialized! – Vermittlung von Humanmediziner/innen aus Mexiko für den ländlichen Raum in NRW“ die Bedarfslücke der Kliniken in der Pilotregion zu schließen.

Für Kliniken in der Region Münsterland, die diese Chance nutzen möchten oder weitere Informationen zum Programm erhalten möchten, bietet das IQ Netzwerk NRW eine Informationsveranstaltung am 27. Mai 2021 an.

Bei Interesse und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte beim IQ Netzwerk NRW, Regionale Koordinierungsstelle Fachkräfteeinwanderung an:
Frau Constanze Mülders
E-Mail: muelders@lgh.de
Tel. 0211/ 30108-462

Worum geht es?

  • Das Dienstleistungsangebot richtet sich an Klinken im Münsterland und soll diese bei der Personalgewinnung unterstützen.
  • Grundlage des Projekts ist eine Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Auswärtigen Amt, dem IQ-Netzwerk in NRW (Förderprogramm Integration durch Qualifizierung) und der Bundesagentur für Arbeit.
  • Die Abwicklung erfolgt in NRW durch die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV), den Arbeitgeberservice der Agenturen für Arbeit Ahlen-Münster/Coesfeld/Rheine und die Regionale Koordinierungsstelle Fachkräfteeinwanderung NRW.
  • Weitere Beteiligte und Unterstützer sind die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), die Ärztekammer Westfalen-Lippe, die Regionaldirektion NRW der BA und das BAMF.

Warum Mexiko?

  • Gute fachliche Qualifizierungen und unzureichende Perspektiven im Heimatland schaffen gute Voraussetzungen für eine Arbeitsaufnahme in Deutschland.
  • Länderanalysen und Erfahrungen belegen eine hohe Affinität der Mexikaner/innen zu Deutschland.
  • Sprachkenntnisse sind bei Einreise grundsätzlich schon mindestens auf einem Niveau von B2 vorhanden.

Welche Unterstützungsleistungen bietet das Projekt?

  • Die Klinik muss sich nicht selbst um die komplexen Fragen im Zusammenhang mit der Gewinnung und Qualifizierung ausländischer Ärzte/innen kümmern. Durch die enge Verzahnung aller relevanten Akteure bei der Zuwanderung wird ein am Bedarf der Arbeitgeber/innen abgestimmter, rechtssicherer Prozess gewährleistet.
  • Sobald die Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des ärztlichen Berufs vorliegt (§ 10 BÄO), kann eine Arbeitsaufnahme in der Klinik erfolgen.
  • Die zum Erwerb der Approbation erforderlichen Sprachkurse und Qualifizierungsmaßnahmen werden gezielt in der Region durchgeführt.
  • Die Kosten werden größtenteils von den Ärzten/Ärztinnen selbst, vom BAMF, der Bundesagentur für Arbeit bzw. dem IQ-Netzwerk Nordrhein-Westfalen getragen. Eine Beteiligung an den Kosten auf freiwilliger Basis durch die Klinik ist im Sinne einer Mitarbeiterbindung möglich.
  • Wie sieht die Planung aus?
  • Die ZAV wirbt in den nächsten Monaten in gezielter Abstimmung mit den Wünschen der Kliniken Ärzte/innen in Mexiko an, die entsprechend den fachlichen Profilen und Bedarfen an die Kliniken vermittelt werden.
  • Ziel ist, dass die Anerkennungsverfahren und die berufliche Eingliederung als Arzt/Ärztin bis Dezember 2022 vollständig abgeschlossen sind und den teilnehmenden Kliniken somit dauerhaft einsatzfähige Fachkräfte zur Verfügung stehen.