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Termine

06.04.2017, Düsseldorf:
14.Krankenhausrechtstag am 06.04.2017 in Düsseldorfmehr

19.05.-12.07.2017, Detmold, Köln, Arnsberg, Düsseldorf und Münster:
REGIONALKONFERENZEN FACHKRÄFTESICHERUNG IN DEN GESUNDHEITSBERUFEN – NRW 2017mehr

29.05.2017, Düsseldorf:
Konferenz: Krankenhauskonzern-Management 29.05.2017 in Düsseldorfmehr

4. QS-Verfahren gemäß Qesü-RL

Qesü-Modul PCI und Koronarangiographie
Am 01.01.2016 wurde das bisherige QS-Verfahren „Koronarangiographie und PCI“ durch ein neues, sektorenübergreifendes Verfahren abgelöst. Das Verfahren dient der Beurteilung ambulant oder stationär erbrachter Herzkathetereingriffe (Indexeingriff) bei Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Das Verfahren ersetzt das derzeitige, rein auf den stationären Bereich bezogene Verfahren und die Datenerhebung beginnt mit dem 01.01.2016. Für das erste Erfassungsjahr 2016 sind keine Vergütungsabschläge vorgesehen.

Die Datenannahmestelle Krankenhaus wird Datensätze des Qesü-Verfahrens „PCI und Koronarangiographie“ annehmen. Die Datenannahme für die Datensätze der Qesü-Verfahren startet am 09.01.2017. Dokumentationspflichtige Datensätze senden Sie dann an .

Qesü-Modul „Vermeidung nosokomialer Infektionen: Postoperative Wundinfektionen“
Am 01.01.2017 ist das neue Qesü-Verfahren „Vermeidung nosokomialer Infektionen: Postoperative Wundinfektionen“ (QS WI) gestartet, welches den zweiten Bereich der einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung im Rahmen der Qesü-RL darstellt. Auch für dieses Qesü-Verfahren (QS WI) ist die KGNW als Datenannahmestelle Krankenhaus (DAS-KH) für die Datenentgegennahme der Daten der Krankenhäuser (stationäre Fälle) verantwortlich.

Die Datenannahmestelle Krankenhaus nimmt ab dem 09.01.2017 Datensätze des Qesü-Verfahrens „Vermeidung nosokomialer Infektionen: Postoperative Wundinfektionen“ an. Dokumentationspflichte Datensätze senden Sie dann an .

Für welche Patienten dokumentationspflichtige Datensätze zu übermitteln sind, kann den Anwenderinformationen entnommen werden. In den Spezifikationen des Qesü-Modul NWIF sind sehr komplexe Ein- und Ausschlussbedingungen formuliert. Die Auslösung des QS-Bogens unterteilt sich dabei in zwei Schritte.

1. Der QS-Bogen wird ausgelöst und ein Arzt muss eine Zuordnung der Infektion zu einer vorangegangenen Operation vornehmen.
2. Erst durch die Zuordnung der Infektion zu einer Operation entsteht ein dokumentationspflichtiges Ereignis, welches die QS-Dokumentation (Dokumentationsbogen) notwendig macht. Ist die Infektion nicht aufgrund einer Operation entstanden, liegt kein dokumentationspflichtiges Ereignis vor und es sind keine weiteren Informationen/Dokumentationen nötig.

Das Verfahren QS WI nutzt überwiegend die Sozialdaten bei den Krankenkassen und beschränkt die Dokumentation beim Leistungserbringer auf die Feststellung einer Wundinfektion und wenn eine postoperative Wundinfektion vorliegt auf wenige weitere Informationen.
Zu beachten ist, dass nur Patienten über 18 Jahren mit gesetzlicher Krankenversicherung im Verfahren eingeschlossen sind und auch lediglich die Leistungen dokumentationspflichtig sind, die stationär erbracht wurden. Das Verfahren QS WI versteht sich als Lernverfahren und in den ersten 5 Jahren sind keine Sanktionen vorgesehen. Ausnahmen kann es geben, wenn Auffälligkeiten erkannt werden, die einen dringenden Handlungsbedarf anzeigen. Weitere Informationen folgen. Weitere Informationen zur Regelung von Sanktionen folgen.

Das IQTIG entwickelt als fachlich unabhängiges, wissenschaftliches Institut für den G‐BA Qualitätssicherungsverfahren und beteiligt sich an deren Durchführung und ist auch für das QS-Verfahren QS WI zuständig. Auf der Homepage des IQTIG wurden Informationen zum neuen Qualitätssicherungsverfahren QS WI veröffentlicht. Hier wurde auch ein Informationsblatt für teilnehmende Leistungserbringer eingestellt.

Eine Besonderheit des neuen Qesü-Verfahrens QS WI ist die Einrichtungsbefragung, die einmal jährlich durchgeführt werden soll. Im Folgejahr der Dokumentation sollen Angaben zum „Händedesinfektionsmittelverbrauch“ und zum „Hygiene- und Informationsmanagement“ in stationären und ambulanten Einrichtungen gemacht werden. Die Abfrage erfolgt zum ersten Mal Anfang des Jahres 2018 für die Daten des Erfassungsjahres 2017. Stationäre Leistungserbringer dokumentieren diese Fragen in der QS-Dokumentationssoftware. Für die Indikatoren zum Hygiene- und Infektionsmanagement werden bei allen Leistungserbringern, die mindestens einen der betrachteten Eingriffe im entsprechenden Jahr erbracht haben, einmal Informationen zu diesem Jahr abgefragt. Dazu gehören u. a. Fragen zum Händedesinfektionsmittelverbrauch oder zur Umsetzung leitlinienbasierter Empfehlungen.