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14.01.2020

DKG, DPR und ver.di verständigen sich auf Pflegepersonalbedarfsbemessungsinstrument - Neue Vorgaben sollen bedarfsgerechte Pflege sichern

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Deutsche Pflegerat (DPR) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz ein Instrument zur verbindlichen Bemessung des notwendigen Pflegepersonalbedarfs und der Pflegepersonalausstattung der Öffentlichkeit präsentiert. Bereits am gestrigen Montag hatten die beteiligten Verbände das sogenannte Pflegepersonalbedarfsbemessungsinstrument dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fristgemäß vorgestellt. Im Rahmen der „Konzertierten Aktion Pflege“ der Bundesregierung haben sich DPR, ver.di und DKG selbst verpflichtet, ein Instrument zur Bemessung des Personalbedarfs im Krankenhaus als Interimslösung zu er-arbeiten. Es ermittelt den Pflegepersonalbedarf eines Krankenhauses für die unmittelbare Patientenversorgung auf allen bettenführenden Stationen und definiert die notwendige Pflegepersonalausstattung für die Stationen des gesamten Krankenhauses. Das Instrument orientiert sich an den Standards einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung. Zusammen mit Eckpunkten zur Umsetzung, die ebenfalls vereinbart wurden, gewährleistet es eine hohe Patientensicherheit und Entlastung für das Pflegepersonal. Das BMG hatte in der „Konzertierten Aktion Pflege“ die Prüfung des Instruments zugesagt und die drei Beteiligten erwarten eine zeitnahe gesetzgeberische Umsetzung.
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14.01.2020

DKG zu den Vorschlägen des Bundesfinanzministers Olaf Scholz - Investitionsoffensive notwendig

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) begrüßt die Ankündigung von Bundesfinanzminister Scholz, die hohen Haushaltsüberschüsse auch für Investitionen in den Krankenhäusern einsetzen zu wollen. Die Finanzierung des Investitionsbedarfs in den Krankenhäusern ist bekanntlich aus Steuermitteln vorzunehmen. Gleichwohl wird der jährliche Investitionsbedarf der Krankenhäuser durch die von den Bundesländern bereitgestellten Mittel mit kaum mehr als 50 Prozent gedeckt. „Die chronische Unterfinanzierung ist inzwischen geradezu allgegenwärtig. Sie begrenzt die Möglichkeiten zur Modernisierung des Gesundheitswesens. Die Krankenhäuser brauchen dringend deutlich mehr Investitionsmittel, um das knappe Personal zu entlasten, um die Digitalisierung konsequent voranzutreiben und erforderliche Strukturanpassungen zu finanzieren“, erklärte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.
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07.01.2020

Debatten um Strukturwandel im stationären Bereich: Ausfinanzierung der Personalkosten dringend notwendig

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) begrüßt das klare Bekenntnis der Länder für die Aufrechterhaltung von wohnort- und familiennahen Krankenhausstandorten und die dezidierte Zurückweisung der Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden der Barmer zur Schließung von Krankenhäusern. Die Reaktion der politisch für die Schaffung gleicher Lebensverhältnisse verantwortlichen Länder macht zudem deutlich, dass die krankenhausstrukturpolitischen Vorstellungen der Krankenkassen ohne gesamtgesellschaftliche Rücksichtnahme formuliert werden. Aus Sicht der DKG überschreiten die Kassen zudem die Grenzen der Redlichkeit, wenn immer wieder und ohne jeden Nachweis behauptet wird, dass kleinere Kliniken unzureichende oder schlechte Qualität bieten. „Alle Krankenhäuser in Deutschland stehen unter fachärztlicher Leitung, sie verfügen über langjährig ausgebildete Fachärzte. Sie sind selbst ärztliche Ausbildungsstätten. Sie verfügen zudem über hohe pflegerische Qualität. Die meisten der kleinen Kliniken erbringen Leistungen der medizinischen Grundversorgung. Wo medizinische Spezialisierung erforderlich ist, findet diese bereits statt. Allerdings wäre zu begrüßen, die Krankenkassen würden die geforderten Spezialisierungen auch entsprechend fördern. Bislang ist davon nicht viel zu erkennen“, erklärte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.
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12.12.2019

KGNW-Mitgliederversammlung: NRW-Kliniken fordern ein Ende der kalten Strukturbereinigung über Insolvenzen

Die Mitgliederversammlung der Träger der 344 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen fordert eine abgestimmte Krankenhausstrukturpolitik auf Bundes- und Landesebene und ein Ende der kalten Strukturbereinigung über zunehmende Insolvenzen der Kliniken. „Das Vertrauen in die guten Absichten der Berliner Gesundheitspolitik ist bei unseren Mitgliedern durch die unsägliche Verschärfung der MDK-Reform endgültig auf dem Tiefpunkt angelangt. Mehr als 50 Prozent der Rechnungskürzungen und Strafzahlungen, weil wir Patienten aus Fürsorge und fehlender Anschlussversorgung in Pflegeheimen oder Reha-Kliniken länger bei uns versorgen als die Krankenkassen bezahlen wollen, sind nicht zu akzeptieren und sicher auch nicht im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung in unserem Land“, erklärte Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen. Misstrauen und Sanktionsmaßnahmen gegen die Krankenhäuser und ihre Mitarbeiter müssen ein Ende haben, so Brink weiter. Ein Krankenhausgipfel im Kanzleramt sollte der Auftakt für eine Dialogreihe und ein neues Miteinander in der Krankenhauspolitik sein.
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04.12.2019

Eckpunktepapier der Träger-Verbände der Pflegeausbildung in NRW: Ausbildungsplätze halten und ausbauen Kooperationen in den Regionen

Die in der Pflegeausbildung aktiven Träger in Nordrhein-Westfalen haben ein Eckpunktepapier zur Umsetzung der Pflegeberufereform mit dem Titel „Kein Ausbildungsplatz darf verloren gehen. Keiner kann (soll) mehr alleine ausbilden. Ausbildungskooperationen in den Regionen im Rahmen der gemeinsamen Pflegeausbildung“ verfasst. Die Ausbildungspauschalen für die neue generalistische Pflegeausbildung für 2020 und 2021 sind mit Land und Kassen vereinbart. Darüber hinaus appellieren die Träger-Verbände der Pflegeausbildung in Nordrhein-Westfalen an die Bundes- und Landesregierung, sich bei der Finanzierung der Anlauf- und Umstellungskosten auf die neue generalistische Pflegeausbildung sowie bei der Finanzierung der Miet- und Investitionskosten der Pflegeschulen stärker zu engagieren. Entscheidend für eine gute Pflegeausbildung sei auch der Ausbau der Studienkontingente in der Pflegepädagogik, um insbesondere möglichst rasch das Lehrer-Schüler-Verhältnis von 1:25 auf 1:20 zu verbessern.
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