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KGNW-Präsident zur aktuellen Lage

08.01.2019

In einem Interview zum Jahresanfang hat KGNW-Präsident Jochen Brink gegenüber den Regionalzeitungen der Funke-Mediengruppe auf die Sorgen der Krankenhäuser aufmerksam gemacht.

Ab 2019 schreibt der Bund Personaluntergrenzen in pflegesensiblen Bereichen vor, unter anderem in der Intensivmedizin, der Geriatrie, der Kardiologie und der Unfallchirurgie. Brink betonte, dass die Vorgaben insbesondere in der Intensivpflege für viele Krankenhäuser eine Hürde sei. „Unsere Sorge ist, dass unterm Strich Betten gesperrt werden müssen, um die Untergrenzen einzuhalten.“Die Pflegeberufe müssen nach Einschätzung des Präsidenten weiterentwickelt werden, damit sie für junge Menschen attraktiver werden. In anderen Ländern Europas dürften Pflegekräfte viele der Aufgaben übernehmen, die in Deutschland Ärzten vorbehalten seien. „Das könnte eine Perspektive sein, die Pflege aufzuwerten", sagte Brink der Funke-Mediengruppe. Der KGNW-Präsident äußerte sich auch zu den von NRW-Gesundheitsminister Laumann angestrebten Strukturveränderungen. „Die Krankenhäuser stellen sich dem Strukturwandel. Wir fordern jedoch eine Folgenabschätzung. Man muss den Patienten auch sagen, wo sie versorgt werden, wenn ein Klinikum schließen soll“. Zum Investitionsstau in den Kliniken, mahnte Brink, dass die Kliniken weiterhin auf Verschleiß gefahren werden. 2019 zahlt das Land rund 630 Millionen Euro für Pauschal- und Einzelförderung plus je 100 Millionen Euro von Land und Bund für weitere Maßnahmen. Der anerkannte Investitionsstau von zwölf Milliarden Euro werde durch die Förderlücke jährlich größer. Es bestehe ein Bedarf von jährlich 1,5 Milliarden Euro.

Das Interview in der WAZ, veröffentlicht am 02.01.2019, finden Sie unter folgendem Link:

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