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Kultursensible Versorgung: Ärzte, Zahnärzte, MFA und Pflegende erproben interprofessionelles Fortbildungskonzept

11.07.2018

Welche Fähigkeiten und Kenntnisse benötigen Ärztinnen und Ärzte, Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte (MFA/ZFA), Zahnärzte und Pflegende und andere Gesundheitsprofessionen, um Patienten mit Migrationshintergrund in ambulanten Einrichtungen, Praxen und Kliniken, kultursensibel zu versorgen? Und wie sollten berufsübergreifende Fortbildungskonzepte ausgestaltet sein, um die Kommunikation unter den im Gesundheitswesen Tätigen und über die Sektorengrenzen hinweg zu verbessern?
Diese beiden Leitfragen stehen im Mittelpunkt der im März am Rhein-Maas Klinikum in Würselen gestarteten Fortbildungsreihe Entwicklung und Evaluation eines interprofessionellen und intersektoralen Fortbildungskonzeptes zur Förderung der Kommunikation und kultursensibler Handlungskompetenzen in der Gesundheitsversorgung („InterKultKom“), über die heute Projektverantwortliche und -beteiligte in einer Pressekonferenz im Rhein-Maas Klinikum praxisnah informierten.


Partner des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekts sind die Ärztekammer Nordrhein, die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und das von ihnen gemeinsam getragene Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein, die Universität Witten/Herdecke, der Verband medizinischer Fachberufe, der Pflegerat NRW, die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und die Zahnärztekammer Nordrhein.

„Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund gehört in Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Krankenhäusern längst zum Alltag“, sagte Frau Dr. Martina Levartz, Geschäftsführerin des Instituts für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein und Koordinatorin des Projekts. „Interkulturelle Kompetenz kann man erlernen, sie ist wichtig und hilfreich für alle an der Versorgung beteiligten Professionen. Eine darauf basierend angepasste Kommunikation kann entscheidend die Mitarbeit und Therapiebereitschaft des Patienten und den damit verbundenen medizinischen Behandlungserfolg beeinflussen.“

„Das Rhein-Maas Klinikum freut sich, Gastgeber dieser Fortbildung zu sein, erklärte René A. Bostelaar, Geschäftsführer des Rhein-Maas Klinikums. „Die interkulturelle Kommunikation nimmt in medizinischen und pflegenden Berufen durch Migration und Globalisierung einen stetig steigenden Stellenwert ein. Eine Plattform zum Austausch in diesem Zusammenhang zu bieten, wird immer wichtiger, um in kritischen Situationen besonnen und patientenorientiert agieren zu können. Es freut mich, dass auch unsere Mitarbeiter berufsgruppenübergreifend daran teilnehmen.“

Am Rhein-Maas-Klinikum in Würselen befassen sich Mediziner, Pflegende, Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte der Städteregion Aachen an insgesamt fünf Fortbildungsnachmittagen, von denen bis heute bereits drei erfolgt sind, mit dem Thema.

Die Fortbildungseinheiten sind folgende:
• Haltung (Haltung zu Patientinnen und Patienten aus unterschiedlichen Kulturen und ihren Bedürfnissen im deutschen Gesundheitssystem)
• Kommunikation (Kommunikation und Beziehungsgestaltung mit fremdsprachigen Patienten, Umgang mit Dolmetschern/Kulturmittlern, zielgruppenspezifische Informationen und Sensibilisierung für die Problematik des Dolmetschens durch Zugehörige)
• Krankheitsverarbeitung (Umgang mit Kranken aus der Sicht unterschiedlicher Kulturen und unterschiedlicher religiöser Aspekte, Krankheitsverarbeitung in unterschiedlichen Kulturen)
• Familie und Gender (Stellenwert der Familie in unterschiedlichen Gesellschaften, Umgang mit Gesundheitsförderung und Prävention)
• Umgang mit Gewalt, Trauma, Schmerz, Tod und Trauer in unterschiedlichen Kulturen (Umgang mit traumabelasteten Patienten, Sterbebegleitung, Trauer, Abschiedsrituale und rituale der Sterbebegleitung in unterschiedlichen Kulturen)

Wichtiger Bestandteil der Schulung ist die abschließenden Bewertung und kritische Auseinandersetzung mit der Umsetzung und Nachhaltigkeit des Pilotprojekts auch im Hinblick auf eine Weiterführung der Schulung anderorts. Dazu sind von der Universität Witten wissenschaftlich ausgearbeitete Befragungsbögen konzipiert worden, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Beginn der Fortbildungsreihe, jeweils nach den durchgeführten Modulen und drei Monate nach Ende der Schulung bearbeitet wurden und werden.

Ihre Ansprechpartner für Rückfragen:
Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein, Düsseldorf:
Dr. med. Martina Levartz, MPH; Geschäftsführerin, Tel.: +49(0)211 4302-2750, Fax: +49(0)211 4302-5751; E-Mail: dr.levartz@aekno.de

Rhein-Maas Klinikum GmbH, Würselen:
Thomas Jansen, M.A., Marketing; Tel: +49 (0)2405 801-7860, E-Mail: marketing@rheinmaasklinikum.de

Ansprechpartner
Lothar Kratz
Telefon: 0211/4781970
E-Mail: presse@kgnw.de