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„Offener Brief“ des DKG-Präsidenten an die Bundespolitik

02.11.2012

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,
sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,

die deutschen Krankenhäuser verfolgen die Diskussion über die Verwendung der hohen Überschüsse im Gesundheitswesen mit Verwunderung und Sorge. Wir weisen darauf hin, dass die Krankenhäuser durch die von der Koalition beschlossenen Kürzungen in Milliardenhöhe zu den Überschüssen beitragen. In den Jahren 2013 und 2014 werden den Krankenhäusern nochmals 750 Mio. Euro abverlangt. Nahezu täglich wird in den Medien über die schwierige Lage in den Krankenhäusern berichtet. Ohne die gesetzlich verfügten Kürzungen hätten die Krankenhäuser mehr finanzielle Mittel zur Verfügung, die für Personal, Qualitätsverbesserungen und Infektionsprävention dringend gebraucht werden.

Wenn nunmehr in der Koalition über die Verwendung der Überschüsse beraten wird, bitten wir dringlichst, zu berücksichtigen, dass zunächst und zuallererst die Mittel zur Verbesserung der medizinischen Versorgung – insbesondere dort, wo sie weggenommen wurden – einzusetzen sind. Unsere Krankenhäuser können nicht länger akzeptieren, mit fortgesetzten Kürzungen für noch höhere Überschüsse im System bluten zu müssen. Bitte bedenken Sie: Jede zusätzliche Geburtsleistung und jede zusätzliche Krebsbehandlung wird bei unseren Krankenhäusern um 25 Prozent gekürzt, während Krankenkassen mit Beitragsrückerstattungen und medizinisch nicht notwendigen Leistungsversprechen Werbung betreiben.

Wir appellieren an Sie, bei der Entscheidung über die Verwendung der Überschüsse im Gesundheitswesen die schwierige Lage der Krankenhäuser zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen
Alfred Dänzer